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Scala beginnt ihre neue Ära unter Myung-Whun Chung

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Mit Myung-Whun Chung beginnt eine neue Ära an der Scala
©Afp, PIERRE VERDY, APA
Mit dem südkoreanischen Dirigenten Myung-Whun Chung beginnt an der Mailänder Scala eine neue Ära. Der Dirigent, der bis 2030 Musikdirektor des Opernhauses sein wird und den Mailänder Riccardo Chailly ersetzt, eröffnet die kommende Saison mit Verdis "Otello" in einer Inszenierung von Regisseur Damiano Michieletto. Die Oper steht erstmals seit 37 Jahren wieder auf dem Spielplan der Scala, berichtete Intendant Fortunato Ortombina am Freitag bei der Vorstellung der neuen Saison.

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Mehrere Jubiläen werden in diesem Jahr gefeiert, darunter 50 Jahre seit der ersten Liveübertragung einer Scala-Eröffnung im italienischen Fernsehen mit der von Carlos Kleiber dirigierten und von Franco Zeffirelli inszenierten "Otello"-Produktion des Jahres 1976. Neben "Otello" wird Chung in der kommenden Saison auch "Macbeth" dirigieren. Auf dem Programm stehen zudem Klassiker wie "La Bohème" in der Zeffirelli-Inszenierung sowie erstmals an der Scala "Nixon in China" des amerikanischen Komponisten John Adams.

Intendant Ortombina betonte, große Werke des Repertoires dürften nicht jahrzehntelang aus dem Programm verschwinden, nur weil geeignete Stimmen fehlten. Als Beispiel nannte er Vincenzo Bellinis Oper "I Puritani", die nach 60 Jahren an die Scala zurückkehrt. Das Opernhaus müsse junge Sänger stärker fördern und neue Stimmen aufbauen.

Musikdirektor Chung erinnerte an seine seit 37 Jahren bestehende Verbindung mit dem Scala-Orchester. Mit Blick auf seine Ernennung sagte der 73-Jährige, er verfüge heute zwar über weniger Energie als zu Beginn seiner Karriere, dafür aber über mehr Erfahrung. Er wolle dem Theater und den Musikern vor allem seine Liebe zur Musik und seine Unterstützung geben. Zudem kündigte er an, Italienisch lernen und künftig auch die Stadt Mailand besser kennenlernen zu wollen.

Die Scala erhöht für die kommende Saison die Preise für einige der teuersten Eintrittskarten, kündigte der Mailänder Bürgermeister Giuseppe Sala an, der zugleich Präsident des Opernhauses ist. Betroffen sind unter anderem die Karten für die traditionelle Saisoneröffnung am 7. Dezember. Der Preis für einen Platz im Parkett steigt dort von 3200 auf 3500 Euro, während die Preise für die Galerie unverändert bleiben. Auch die teuersten Karten für Ballett- und Sinfoniekonzerte werden angehoben. Zudem führt die Scala bei Opernaufführungen eine neue Premium-Kategorie für besonders gefragte Plätze ein.

Sala verteidigte die Maßnahme mit dem Hinweis, dass das Opernhaus zugleich an vergünstigten Angeboten festhalte. Von insgesamt rund 450.000 verkauften Karten seien 180.000 zu ermäßigten Preisen abgegeben worden. Diese soziale Preispolitik solle weiter ausgebaut werden.

South Korean conductor Myung-Whun Chung conducts for a joint concert, North Korean musicians from the Unhasu orchestra and musicians from the Radio France Philharmonic Orchestra, during a rehearsal on March 14, 2012 at the salle Pleyel concert hall in Paris. AFP PHOTO / PIERRE VERDY (Photo by PIERRE VERDY / AFP)

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