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Für die jährliche Analyse hat die Agentur EU-Daten zu mehr als 22.000 Badestellen in den 27 EU-Staaten sowie Albanien und der Schweiz ausgewertet. Das Ergebnis: In der EU wiesen knapp 85 Prozent der Badestellen im vergangenen Jahr eine exzellente Wasserqualität auf, 96 Prozent erfüllten immerhin die EU-Mindeststandards. Nur 1,5 Prozent stellte die Agentur ein schlechtes Zeugnis aus.
Der höchste Anteil an qualitativ hochwertigen Badegewässern liegt in Österreich, Bulgarien, Zypern und Griechenland. Die Badequalität der Küstengewässer ist laut dem Bericht im Allgemeinen besser als bei Flüssen und Seen. Im Jahr 2025 wurden 88 Prozent der Küstenbadegewässer in der EU als ausgezeichnet eingestuft, verglichen mit 78 Prozent der Binnenbadegewässer.
99,6 Prozent der heimischen Badestellen erfüllen die EU-Vorgaben. "Dieser Erfolg ist das Ergebnis konsequenter Investitionen in den Gewässerschutz sowie in eine leistungsfähige Wasserinfrastruktur", meinte Umweltminister Norbert Totschnig (ÖVP) in einer Aussendung. Neben den 251 als "ausgezeichnet" klassifizierten Badestellen gab es sieben "gut" und ein "ausreichend", dies erhielt der Frauenwieserteich im Bezirk Zwettl in Niederösterreich. Lediglich der Pleschingersee in Steyregg in Oberösterreich wies eine "mangelhafte Badewasserqualität" auf. Hier wird vom Baden abgeraten.
Der See in Steyregg nahe Linz wird von der Linz AG betreut und weist heuer laut den Überprüfungen vorerst eine ausgezeichnete Wasserqualität auf. Das EEA-Monitoring beziehe sich auf die Ergebnisse einer Prüfstelle der AGES. "Diese Prüfstelle befindet sich in unmittelbarer Nähe einer Bootsanlegestelle, auf der sich immer wieder Wasservögel aufhalten. Wo viele Wasservögel sind, kann sich das lokal auf die Wasserqualität auswirken bzw. wirkt es sich aus", erklärte die Linz AG am Dienstag. Die AGES habe bereits angekündigt, die Prüfstelle zu verlegen.
Die meisten Badestellen wurden 2025 mit 43 in Oberösterreich untersucht, gefolgt von 37 in Salzburg und 35 in Tirol. Das Wasser von 32 Badestellen wurde in Kärnten analysiert, in Niederösterreich waren es 28, im Burgenland 20, in Wien 17 und in Vorarlberg 16 Badestellen. Die Gewässer mit den meisten untersuchten Stellen waren der Bodensee in Vorarlberg mit zehn Stellen, die Neue Donau in Wien mit neun sowie die Alte Donau in Wien, der Neusiedlersee im Burgenland und der Attersee in Oberösterreich mit jeweils sieben Stellen. Insgesamt wurden hierzulande 1.349 Proben analysiert.
Von der Einstufung der Badewasserqualität abweichen kann der "ökologische Zustand" eines Gewässers, der die Abweichung vom natürlichen Zustand des Ökosystems misst. Am Beispiel des Wörthersees zeigt sich, dass ausgezeichnete Badewasserqualität und ein gleichzeitig nur mäßiger ökologischer Zustand zusammenfallen können. Gründe dafür sind unter anderem steigender Nutzungsdruck sowie klimawandelbedingt höhere Wassertemperaturen, informierte das Umweltministerium in der Aussendung. Ein Hauptproblem sind zu wenige Wasserpflanzen (Makrophyten), deshalb wurde im Vorjahr ein Maßnahmenplan präsentiert. Vorgeschlagen wurden unter anderem der Rückbau harter Seeuferverbauungen, ein Besatzstopp für Karpfen und eine Neuregelung des Motorbootverkehrs.
Gemessen am Anteil der als "ausgezeichnet" klassifizierten Badestellen am Meer, an Seen oder Flüssen liegt Österreich mit 96,5 Prozent - so wie im Vorjahr - am vierten Platz der 29 gemäß den Vorgaben der Badegewässer-Richtlinie untersuchten Länder. Berücksichtigt wurden die 27 EU-Staaten sowie Albanien und die Schweiz. An der ersten Stelle liegt, wie im Vorjahr, Zypern mit 100 Prozent "ausgezeichneter" Wasserqualität gefolgt von Griechenland mit 97,1 Prozent und Bulgarien mit 96,9 Prozent.
Der Bericht der Umweltagentur kommt jedes Jahr zur sommerlichen Badesaison heraus. Er analysiert die Belastung der Gewässer mit Fäkalbakterien, die bei Menschen zu Krankheiten führen können, anhand von Daten aus den Vorjahren.
INFO: Der Report online unter https://go.apa.at/aaam3w2m, Factsheet Österreich online unter: https://go.apa.at/JVLhtSLf)






