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NÖ Landesausstellung in Mauer: Die Schau über die Psyche schließt am 8. November

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Herbstliche Abendstimmung mit Nebel im Mostviertel
Foto:©Pixabay/dangais

Erstmals findet eine Landesausstellung mitten in einem laufenden Klinikum statt. Nur noch drei Wochen ist „Wenn die Welt Kopf steht“ im Landesklinikum Mauer bei Amstetten zu sehen. Was die Schau zeigt und was man für einen Besuch in den Herbstferien wissen sollte.

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Die NÖ Landesausstellung 2026 geht in die letzten Wochen. Die Schau „Wenn die Welt Kopf steht. Mensch. Psyche. Gesundheit.“ auf dem Gelände des Landesklinikums Mauer im Bezirk Amstetten ist nur noch bis Sonntag, 8. November, geöffnet. Danach schließt die Ausstellung, die seit 28. März läuft.

Geöffnet ist täglich von 9 bis 18 Uhr, der letzte Einlass ist um 17 Uhr. Einen Ruhetag gibt es nicht. Damit fällt ein großer Teil der verbleibenden Zeit in die Herbstferien, die heuer von 24. Oktober bis 2. November dauern.

Eine Ausstellung mitten im Klinikbetrieb

Zum ersten Mal findet eine Niederösterreichische Landesausstellung bei laufendem Betrieb eines Klinikums statt. Wegen der Privatsphäre der Patientinnen und Patienten sowie der Bewohnerinnen und Bewohner wurden bauliche Anpassungen vorgenommen. Das Land Niederösterreich hat am Standort rund 43 Millionen Euro investiert, unter anderem in die Renovierung eines Jugendstil-Ensembles.

Die Ausstellung zeigt anhand von rund 370 Objekten, wie die Gesellschaft in den vergangenen 250 Jahren mit psychischen Erkrankungen umgegangen ist. „Psychische Gesundheit ist genauso wichtig wie körperliche Gesundheit“, sagte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) bei der Eröffnung. Der wissenschaftliche Leiter der Landesausstellungen, Armin Laussegger, beschreibt den Ansatz so: „Wir erzählen keine Fortschrittserzählung, sondern zeigen die historischen Entwicklungen in ihrer Komplexität auf.“

Lernort zu den NS-Medizinverbrechen

Ein Teil der Ausstellung befasst sich mit der Geschichte des Standorts in der NS-Zeit. Die frühere Heil- und Pflegeanstalt Mauer-Öhling war Schauplatz nationalsozialistischer Medizinverbrechen. In Haus 18 ist ein dauerhafter Lernort entstanden, der neue Forschungsergebnisse zur damaligen Anstalt präsentiert und auch nach dem Ende der Landesausstellung bestehen bleibt.

Die Hauptausstellung befindet sich in Haus 21. Ein kuratierter Rundweg verbindet die Ausstellungsorte und führt durch die Jugendstil-Architektur des Klinikgeländes.

Mit Kindern in die Ausstellung

Für Familien gibt es eine eigene Familienspur für Kinder bis zwölf Jahre und ihre Begleitpersonen, die teils gemeinsam mit Lehrerinnen, Lehrern und Kindern der Volksschule Haag entwickelt wurde. Dazu kommen Familienführungen, Workshops und interaktive Stationen.

Rund um die Ausstellung gibt es in der Region Moststraße sieben Begleitprojekte, darunter die Erweiterung des Tierparks Haag und den Birnenweg in Öhling. Inhaberinnen und Inhaber der Niederösterreich-CARD haben einen freien Eintritt in die Landesausstellung.

Mehr als 100.000 Besucherinnen und Besucher

Bereits Mitte August hatte die Ausstellung laut Land Niederösterreich die Marke von 100.000 Besucherinnen und Besuchern überschritten. Mehr als 60 Prozent nutzten ein Vermittlungsangebot wie eine Führung. Die Begleitprojekte in der Region zählten bis dahin mehr als 200.000 Gäste.

„Die Besucherzahlen zeigen, dass wir mit dem Thema psychische Gesundheit einen Nerv der Zeit getroffen haben“, sagte Laussegger damals. Seit 65 Jahren gibt es die Niederösterreichischen Landesausstellungen, die bisherigen 41 Ausstellungen besuchten rund elf Millionen Menschen. Wer in einer psychischen Krise selbst Unterstützung braucht, findet sie rund um die Uhr bei der Telefonseelsorge unter der Nummer 142.

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