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Der BDL spricht deshalb von schweren Turbulenzen. Dafür macht er neben dem Gegenwind durch den Krieg zu hohe Steuern und Gebühren für den Luftverkehr in Deutschland verantwortlich.
Im Winterflugplan 2026/27 werde das Angebot ab Deutschland bei 88 Prozent von 2019, dem Jahr vor der Corona-Krise, liegen. Trotz eines Wachstums um 5 Prozentpunkte zum Vorjahreszeitraum vergrößere sich dann die Lücke zur Erholungsrate im übrigen Europa auf 30 Prozentpunkte von 26 Prozentpunkten im ersten Halbjahr. Im Vergleich zu 2019 gebe es von Deutschland aus in diesem Jahr 456 Destinationen weniger und rund 350.000 weniger Flüge. Deutschland liege bei der Erholung seit der Pandemie auf Platz 30 von 33 Ländern in Europa. "Das schwächt nicht nur die Luftverkehrswirtschaft – sondern auch die internationale Anbindung unserer Wirtschaft, Messen und den Tourismus", sagte der neue BDL-Präsident Lars Redeligx.
An die Bundesregierung mit dem neuen Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) richtete der BDL daher die altbekannte Forderung. "Die staatlichen Standortkosten müssen halbiert werden", sagte Redeligx, der auch Chef des Flughafens Düsseldorf ist. Im vergangenen Jahr allein stiegen die Ausgaben für Luftverkehrssteuer, Flugsicherungs- und Luftsicherheitsgebühren um 1,1 Mrd. Euro auf 4,3 Mrd. Euro. Die Kosten seien damit doppelt so hoch wie 2019 und wie der Durchschnitt im restlichen Europa. Die jüngste Senkung der Luftverkehrssteuer sei ein wichtiger erster Schritt, dem weitere folgen müssten. Das bedeutet laut BDL jedoch nur eine Entlastung um 300 Mio. Euro im Jahr - bei Gesamtkosten von 4 Mrd. Euro.
