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Die deutsche Piloten-Gewerkschaft VC und die Gewerkschaft UFO für das Kabinenpersonal haben für Donnerstag zu einem eintägigen Streik aufgerufen - von 00.01 Uhr bis 23.59 Uhr. Lufthansa hat bisher noch keine Details zum Flugplan am Donnerstag bekanntgegeben. Man prüfe die Auswirkungen, heißt es auf der Website. Betroffene Passagiere würden in jedem Fall automatisch benachrichtigt. Grundsätzlich wollen die Crew-Gewerkschaften über den ganzen Tag sämtliche Abflüge in Deutschland verhindern.
Neben den Flügen der ausländischen Gesellschaften Swiss, Austrian Airlines (AUA), Ita und Brussels Airlines sind auch die deutschen Lufthansa-Töchter Eurowings und Discover nicht von dem Streikaufruf betroffen. Noch unklar sind die Auswirkungen auf den Flugbetrieb der Tochter Lufthansa City Airlines.
Die AUA teilte zudem auf APA-Anfrage mit, dass Fluggäste, die Zubringer- bzw. Anschlussflüge mit Lufthansa haben von dem Streik betroffen sind, automatisch von Lufthansa informiert und umgebucht werden sollen. Weiters sollen bei Flügen von und nach München sowie von und nach Frankfurt größere Maschinen als ursprünglich geplant eingesetzt werden.
Die Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat im Streit über höhere Betriebsrenten bei der Lufthansa zum Arbeitskampf aufgerufen. Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) rief das Kabinenpersonal bei Lufthansa und Lufthansa CityLine dazu auf.
Die Piloten werden laut VC Flüge der Kernmarke Lufthansa und der Frachtairline Lufthansa Cargo bestreiken. Die VC fordert für die rund 4.800 Cockpit-Beschäftigten höhere Beiträge zur Betriebsrente. Das Airline-Management lehnt das wegen hoher Kosten und geringer Profitabilität der Premium-Fluglinie ab. Die Pilotinnen und Piloten sind nach einer Urabstimmung bereits seit Oktober streikfähig, läuten aber erst jetzt den Arbeitskampf ein.
Die Kabinenbeschäftigten sollen nach Angaben der UFO streiken, weil sich in den laufenden Manteltarifverhandlungen weiter keine Bewegung bei zentralen Fragen der Arbeitsbedingungen zeige.





