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Das waren 3,6 Prozent mehr als vor Jahresfrist und damit der höchste Wert, der je in einem Dezember erreicht wurde. Eine Umfrage des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) signalisierte, dass 62 Prozent der Befragten für dieses Jahr private mehrtägige Urlaubsreisen planen - 36 Prozent davon mehrmals und 26 Prozent einmal.
Rund 16 Prozent seien noch unentschieden und 19 Prozent wollen definitiv nicht privat verreisen. Die meisten planen, insgesamt gleich lang (41 Prozent) oder länger (27 Prozent) Urlaub zu machen als 2025. Gerade die jüngere Generation bis 34 Jahre (29 Prozent) will 2026 mehr Tage unterwegs sein als zuletzt. "Die Deutschen sind auch 2026 erkennbar reiselustig, trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten", sagte BTW-Präsident Sören Hartmann.
Der Deutsche Tourismusverband (DTV) warnte vor mangelnden Investitionen. "Entlasten Bund und Länder die Kommunen nicht, droht die Basisinfrastruktur in den Tourismusregionen zu bröckeln", sagte DTV-Präsident Reinhard Meyer. "Das gefährdet die erfolgreiche Entwicklung des Deutschlandtourismus."
Von 2005 bis 2025 stiegen die Übernachtungszahlen um mehr als 150 Millionen. "Die touristische Infrastruktur muss mit der steigenden Nachfrage Schritt halten", mahnte Meyer. Sonst drohten Überlastungen in den Tourismusregionen und ein Imageschaden für das Reiseland Deutschland. "Angesichts leerer Kassen in den Kommunen blicken wir jedoch mit Sorge in die Zukunft, ob die Infrastruktur den Ansprüchen der Reisenden weiter gerecht werden kann", warnte der DTV-Chef.
Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland stieg 2025 zum Vorjahr um 0,7 Prozent auf 413,7 Millionen. Die Zahl der Übernachtungen von ausländischen Gästen war dagegen mit 83,8 Millionen um 1,8 Prozent niedriger als 2024, als die Fußball-Europameisterschaft im Juni und Juli viele Gäste aus dem Ausland angezogen hatte. Der Anteil ausländischer Gäste am gesamten Gästeaufkommen lag damit 2025 bei 16,8 Prozent, nach 17,2 Prozent im Jahr davor.
Der Blick auf die verschiedenen Betriebsarten zeigt, dass Betriebe der Hotellerie - also Hotels, Gasthöfe und Pensionen - 2025 einen leichten Rückgang der Übernachtungen zum Vorjahr von 0,4 Prozent verzeichneten. Die Zahl der Übernachtungen in Ferienunterkünften blieb im Vorjahresvergleich nahezu konstant (+0,2 Prozent). Dagegen hielt das Wachstum beim Camping an: Die Zahl der Übernachtungen auf Campingplätzen stieg deutlich um 4,2 Prozent. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 konnten die Campingplätze ihre Übernachtungen sogar um etwa ein Viertel steigern (+24,9 Prozent).
Der Caravaning Industrie Verband (CIVD) sieht die Zahlen als logische Entwicklung der vergangenen Jahre. "Millionen von Urlaubern, die mit Reisemobil oder Caravan unterwegs sind, entscheiden sich nicht nur für eine mobile und naturnahe Urlaubsform, sondern stärken den Tourismusstandort Deutschland nachhaltig, insbesondere in ländlichen Regionen", erklärte CIVD-Geschäftsführer Daniel Onggowinarso.





