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Türen auf! Herzen auf! Vorhang auf! Am 1. Juli sind die Festspiele Reichenau fulminant in die Jubiläumssaison gestartet

Aktualisiert
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Von 1. Juli bis 2. August feiern die Festspiele Reichenau nicht nur eine neue Saison, sondern auch ein besonderes Jubiläum: 100 Jahre Theater Reichenau. In insgesamt 130 Vorstellungen begegnen einander große Literatur, Schauspielkunst auf höchstem Niveau und jene besondere Atmosphäre, die Reichenau seit jeher zu einem einzigartigen Theaterort macht.

Sechs Produktionen, eigens für diesen Festspielsommer entwickelt und ausschließlich hier zu erleben, führen durch große Stoffe der Literatur- und Theatergeschichte – getragen von einem hochkarätigen Ensemble und einem Regieteam, das Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbindet.

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Sebastian Wendelin

 © Lalo Jodlbauer

Premierenwoche mit fünf Premieren und großartigem Feedback

Fünf der sechs Eigenproduktionen feierten ihre Premieren innerhalb der ersten Spielwoche - eine außergewöhnliche Dichte, die den Festspielen eine besondere Stellung unter den großen Theaterfestivals verleiht.

Den Auftakt machte Johann Strauß’ „Die Fledermaus“ – jenes Werk, das bereits 1926 zur Eröffnung des Hauses gespielt wurde. Nils Strunk und Lukas Schrenk versetzen die berühmte Operette in die schillernde Welt der Roaring Twenties. Gemeinsam mit Live-Band und einem stimmgewaltigen Ensemble rund um Moritz Mausser, Raphael von Bargen, Julia Edtmeier, Sebastian Wendelin und Jakob Semotan und vielen mehr entstand ein rauschender Auftakt und das Publikum zeigte sich begeistert.

Mit Arthur Schnitzlers „Reigen“(Regie: Alexandra Henkel & Dietmar König) und Stefan Zweigs „Vierundzwanzig Stunden aus dem Leben einer Frau“ (Regie: Gordon Greenberg) kehren zwei große Literaten der Jahrhundertwende zurück nach Reichenau. In diesen Klassikern zu sehen sind noch bis zum 1. August Publikumslieblinge wie Julia Stemberger, Nils Artztmann, Daniel Jesch, Therese Affolter, Stefan Jürgens, Stefanie Dvorak und viele mehr.

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Joseph Lorenz, Julienne Pfeil, Oliver Urbanski

 © Lalo Jodlbauer

Joseph Roth mit Ausnahmeschauspieler Joseph Lorenz

Einen besonderen Höhepunkt bildete „Die Legende vom heiligen Trinker“ von Joseph Roth. Nach Philipp Hauß' Inszenierung von „Kapuzinergruft“ und dem berührenden „Hiob“ im vergangenen Jahr vollendet Regisseurin Alexandra Liedtke mit „Die Legende vom heiligen Trinker“ die Reichenauer Joseph-Roth-Trilogie. Bei der Premiere brillierte Joseph Lorenz in der Rolle des Trinkers Andreas, wie Publikum und Presse bezeugten. Mit David Oberkogler, Julienne Pfeil und Oliver Urbanski entstand ein poetischer Theaterabend, der gefangen nahm.

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Im historischen Südbahnhotel am Semmering entstand mit „Krieg und Frieden“ von Leo Tolstoi ein episches Schauspiel, das die besondere Atmosphäre des Hauses unmittelbar in die Inszenierung einbindet. Regisseur Philipp Hauß bringt dort den monumentalen Stoff gemeinsam mit Noah Saavedra, Johanna Mahaffy, Tim Werths, Martin Schwab und vielen weiteren Darstellerinnen und Darstellern auf die Bühne. Nur noch wenige Restkarten sind hier verfügbar.

Auch das jüngste Publikum findet in diesem Sommer seinen Platz im Theater: Johanna Arrouas inszeniert Antoine de Saint-Exupérys „Der kleine Prinz“ erstmals im Neuen Spielraum des Theaters Reichenau.

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Nicolai Rostow (Julius Béla Dörner), Gräfin Natalja Rostowa (Emese Fáy), Graf Ilja Rostow (Dirk Nocker), Natascha Rostowa (Johanna Mahaffy), Sonja, Nichte der Rostows (Elena Hückel), Petja Rostow (Nils Hausotte)

 © Lalo Jodlbauer

Ergänzt wird das Programm durch die Reihe „Lesung(en)“ mit Michael Niavarani, Nicholas Ofczarek, Tamara Metelka und Nikolai Tunkowitsch sowie durch eine eindringliche szenische Lesung von Martin Prinz’ Tatsachenroman „Die letzten Tage“:  Zahlreiche Mitglieder des Ensembles erheben ihre Stimme gegen das Vergessen!

Begleitend zur Saison widmet sich die Ausstellung „100 Jahre Theater Reichenau“ im Schloss Reichenau der bewegten Geschichte des Hauses und zeichnet den Weg vom ehemaligen Laientheater bis zum modernen Festspielbetrieb nach.

Programm

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