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AUA-Flug Graz-Wien endet am 23. Oktober: So kommen Reisende zum Flughafen Wien

Aktualisiert
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Austrian-Airlines-Flugzeug vom Typ Airbus A321 hebt ab
Foto:©Unsplash/Nicolas Nezzo

Am Freitag, 23. Oktober, fliegt Austrian Airlines zum letzten Mal zwischen Graz und Wien. Welche Alternativen Reisende aus der Steiermark haben, vom Zug mit durchgehendem Flugticket bis zum Umstieg in Frankfurt, München oder Zürich.

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Die Flugverbindung zwischen Graz und Wien ist Geschichte. Austrian Airlines fliegt die Strecke am Freitag, 23. Oktober, zum letzten Mal. Ab dem 24. Oktober gibt es keine Inlandsflüge mehr von Graz nach Schwechat. Ursprünglich sollte die Strecke bis zur Eröffnung des Semmering-Basistunnels bestehen bleiben.

Für Reisende aus der Steiermark, die ab Wien in die Welt fliegen, gibt es drei Wege: den Zug mit durchgehendem Flugticket, einen Umstieg über Frankfurt, München oder Zürich und einen privaten Shuttle zwischen den beiden Flughäfen.

Warum die AUA die Strecke streicht

Die AUA begründet das Aus mit wirtschaftlichen Gründen, die Verbindung war nach Angaben der Airline seit Jahren hoch defizitär und wurde zuletzt fast ausschließlich von Umsteigenden genutzt. Hinzu kommt die Flugabgabe: Auf Strecken unter 350 Kilometern beträgt sie in Österreich 30 Euro pro Passagier statt der sonst üblichen 12 Euro. Graz-Wien fällt in diese Kategorie.

In der Steiermark stößt die Entscheidung auf Kritik. Landeshauptmann Mario Kunasek bedauerte die vorzeitige Einstellung, Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom sprach von einem „herben Rückschlag“.

Mit AIRail im Zug zum Flughafen Wien

Die naheliegende Alternative ist AIRail, das gemeinsame Angebot von ÖBB und Austrian Airlines. Zug und Flug werden auf einem Ticket gebucht, die Bahnfahrt ist damit Teil der Flugreise. Zwischen Klagenfurt, Graz und dem Flughafen Wien gibt es laut ÖBB sieben AIRail-Verbindungen pro Tag und Richtung, die Fahrzeit ab Graz beträgt ab 2 Stunden 57 Minuten. Spät abends fährt um 23.02 Uhr noch ein Zug vom Flughafen Wien nach Graz.

Einchecken können AIRail-Reisende bereits im ÖBB-Reisezentrum am Grazer Hauptbahnhof, die Bordkarten gelten dann für alle Teilstrecken. Koffer werden aus Sicherheitsgründen aber erst am Flughafen Wien aufgegeben. Wer sein Gepäck nicht selbst tragen will, kann es ab Graz gegen Aufpreis vom Partner Airportr zu Hause oder im Hotel abholen und zum Flughafen bringen lassen.

Wichtig ist die Zugbindung: Das Ticket gilt nur für den gebuchten Zug, dafür gibt es eine Anschlussgarantie. Kommt der Zug zu spät und der Flug ist weg, muss sich die Airline um die Weiterreise kümmern. Für die Bahnfahrt werden außerdem Meilen im Programm Miles & More gutgeschrieben.

Umsteigen über Frankfurt, München oder Zürich

Wer lieber direkt ab Graz fliegt, kann über die Drehkreuze der Lufthansa Group umsteigen. Laut Graz Airport gibt es im Winterflugplan bis zu 20 Flüge pro Woche nach Frankfurt, bis zu 19 nach München und tägliche Verbindungen mit Swiss nach Zürich. Nach Angaben des Landes Steiermark steigen die Kapazitäten ab November nach Frankfurt um rund 25 und nach München um rund 10 Prozent, nach Zürich geht es sieben statt fünfmal pro Woche.

Darüber hinaus fliegen ab Graz im Winter Eurowings nach Berlin, Düsseldorf und Hamburg, Pegasus nach Istanbul-Sabiha Gökçen und British Airways nach London-Gatwick.

Shuttle zwischen den Flughäfen und Bahnhalt in Graz

Ab 24. Oktober bietet zudem das steirische Unternehmen EW Shuttle Service Fahrten zwischen dem Flughafen Graz und dem Flughafen Wien an. Einen fixen Fahrplan gibt es zum Start nicht, die Abfahrten werden gebündelt, die Preise richten sich nach der Auslastung. Gebucht wird online, der Betreiber versteht sein Angebot ausdrücklich nicht als offiziellen Ersatzverkehr für die AUA.

Besser an die Schiene angebunden wird ab Dezember der Grazer Flughafen selbst. Mit dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember halten laut ÖBB die Interregio-Züge zwischen Graz und Maribor auch am Flughafen Graz.

Was für bereits gebuchte Tickets gilt

Wer einen Flug ab dem 24. Oktober zwischen Graz und Wien gebucht hatte, bekommt nach der EU-Fluggastrechteverordnung entweder den Ticketpreis zurück oder eine Ersatzbeförderung, etwa per AIRail oder über ein anderes Drehkreuz. Weil die Einstellung bereits im August angekündigt wurde, besteht in der Regel kein Anspruch auf eine zusätzliche Ausgleichszahlung. Weitere Entwicklungen zu Flughäfen und Airlines in Österreich lesen Sie auf unserer Themenseite Luftfahrt & Flugreisen.

Quellen: Austrian Airlines, Land Steiermark, ÖBB (AIRail, Fahrplan 2027), Graz Airport, Flugabgabegesetz (RIS), Verordnung (EG) Nr. 261/2004. Weitere Quelle: vienna.at (Shuttle)

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