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Die diesjährige Ausgabe war zugleich die längste in der Geschichte des Festivals. Erstmals erstreckte sich das Programm über mehr als drei Monate. Die Saison begann am 5. Juni und endete am 12. September. Beim Umsatz pro Vorstellung wurde ein neuer Höchstwert erreicht. Die Aufführung von Giuseppe Verdis "La Traviata" am 13. Juni spielte den Angaben zufolge 1,079 Millionen Euro ein. Damit übertraf sie den bisherigen Rekord der "Turandot"-Aufführung aus dem Jahr 2024. Von den Gesamteinnahmen wurden 27,9 Millionen Euro über den Online-Verkauf erzielt.
Das Festival zog erneut ein überwiegend internationales Publikum an. 57 Prozent der Besucher kamen aus dem Ausland. Insgesamt wurden Zuschauer aus 131 Ländern registriert, darunter Österreich. Rund elf Prozent des Publikums waren jünger als 30 Jahre.
Die Intendantin der Stiftung Arena di Verona, Cecilia Gasdia, sprach von einer "außergewöhnlich erfolgreichen Saison". "Wir haben die längste Saison unserer Geschichte auf die Bühne gebracht", bilanzierte sie. Für Gasdia war die Saison zugleich ein weiterer Schritt in ihrer Amtszeit. 2027 steht ihre zehnte Saison an, die zugleich die letzte reguläre Spielzeit ihrer zweiten Amtsperiode sein soll.
Auch der italienische Tourismusminister Gianmarco Mazzi hob die Bedeutung des Festivals für den Kulturtourismus hervor. Die Oper und das kulturelle Angebot seien ein wichtiger Grund dafür, dass Menschen aus Italien und dem Ausland reisten. Die Kultur spiele dabei eine zentrale Rolle für den Tourismus, sagte Mazzi in einer zugeschalteten Videobotschaft.
Veronas Bürgermeister und Präsident der Stiftung Arena di Verona, Damiano Tommasi, verwies auf die Bedeutung der Oper für die Stadt. In diesem Jahr sei die Spielzeit um eine zusätzliche Woche verlängert worden. Als wichtige Resultate nannte Tommasi die Entwicklung neuer Produktionen und die Gewinnung eines jüngeren Publikums. Damit solle eine neue Generation für die Oper gewonnen und die Verbindung zwischen der Kunstform und der Stadt Verona gestärkt werden.
Auch wirtschaftlich hat das Festival nach einer Studie des Forschungsinstituts Nomisma eine erhebliche Bedeutung. Demnach erzeugt die Opernsaison einen wirtschaftlichen Effekt von schätzungsweise zwei Milliarden Euro für die Stadt und die Region. Der sogenannte Multiplikator liegt laut der Studie bei 6,1. Demnach kommen auf jeden Euro, der in die Arena di Verona investiert wird, rechnerisch 6,10 Euro an wirtschaftlichem Nutzen für das Gebiet.
