Fall Leonie: Die bewegende Anklage der Eltern

Leonie, 13. Unter Drogen gesetzt, vergewaltigt, getötet. Mutmaßlich von vorbestraften afghanischen Flüchtlingen. Nun geben die Eltern des Opfers erstmals ein ausführliches Interview. Um über ihre Gefühle zu sprechen und über infame Vorwürfe. Und die unwürdige Rolle der Spitzenpolitik.

von Interview - Fall Leonie: Die bewegende Anklage der Eltern © Bild: Matt Observe/News

Manuela, Martin, nach dem Tod Ihrer Tochter begannen Kamerateams vor Ihrem Haus aufzumarschieren und Journalisten Ihr Wohnumfeld zu belagern. Haben Sie in Ihrem Schmerz überhaupt so richtig mitbekommen, was da um Sie passierte?
Martin: Wir sind ja ganz normale Bürger, die mit Medien nie was zu tun hatten. Erst als die Journalisten dann vor unserer Tür standen, haben wir erfahren, dass sie zuerst an Leonies Schule waren und den Kindern Geld dafür boten, dass sie unsere Adresse rausrücken.
Manuela: Sogar in Wien am Donaukanal sind sie herumgesprungen und haben den Kids 100 Euro geboten, wenn sie was über die Leonie erzählen können. So pietätlos - wir hatten das Gefühl, die wollen uns auffressen. Eine Reporterin, die unser Anwalt am Tag verjagt hatte, kam abends noch einmal und sagte: "Ich will mich bei Ihnen entschuldigen, ich weiß als Mutter von zwei Kindern ganz genau, wie Sie sich fühlen." Aber ich sage Ihnen eines: Keiner weiß, wie man sich da fühlt - auch wir wussten das vorher nicht, nicht einmal annähernd.

Können Sie versuchen, Ihre Gefühle zu beschreiben?
Manuela: Wut, Leere, Trauer - und das wechselt völlig unvorhersehbar alle zehn Minuten.
Martin: Im Job, im Alltag funktioniert man. Aber jetzt funktionieren wir überhaupt nicht mehr. Es ist diese absolute Leere: Man weiß nicht, was man machen soll, ob das, was man macht, richtig oder falsch ist, man weiß nicht, worüber man reden soll. Man ist leergesprochen. Soll man vielleicht übers schwüle Wetter reden?
Manuela: Dann gibt es noch diese besonders besorgten Menschen, die noch nachbohren: "Wie schafft ihr es denn überhaupt, den Tag zu überstehen?"

Sie wurden über Social Media ja mit jeder Menge Urteilen und Vorurteilen konfrontiert.
Martin: Da bin ich mittlerweile fast sprachlos.
Manuela: Vor allem, weil da Menschen über uns urteilen, die uns nicht einmal kennen. Was da alles kursiert - einmal sind wir die sozial Schwachen, die ihr Kind verwahrlosen ließen. Dann die, die von Medium zu Medium ziehen, um mit unserem Kind Geld zu machen. Und natürlich die, die als Eltern versagt haben, ihrer Aufsichtspflicht nicht nachgekommen wären. Da ist dieser Schmerz - und dann wirst du zu allem Überfluss noch mit Häme übergossen.

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Damit dieser grausame Tod nicht vollends umsonst wäre - was erwarten Sie sich jetzt von der Politik?
Manuela: Eine massive Gesetzesreform. Wir brauchen, was Flüchtlinge betrifft, eine kontrollierte Einreise, aber auch eine kontrollierte Abschiebung. Es muss Altersfeststellungen vor der Einreise geben, damit beginnt es einmal. Dann muss nachgewiesen werden, ob es sich tatsächlich um Familienzusammenführungen handelt, denn in diesen Fällen war es das ganz offensichtlich nicht.
Martin: Es kann nicht sein, dass man vor der Grenze einfach seine Papiere wegschmeißt und dann auf den guten Glauben der Behörde baut.
Manuela: Wenn Zeit gefunden wird, um zwei integrierte Mädels in einer Nacht-und-Nebel-Aktion abzuschieben, dann frage ich mich, weshalb Drogendealer und Ex-Häftlinge, die wegen sexueller Straftaten eingesessen sind, frei herumlaufen können. Die Behördenarbeit muss viel, viel besser verzahnt und koordiniert sein.

Wenn die Behörden gescheit gearbeitet hätten respektive gescheit zusammengearbeitet hätten, dann würde Leonie noch leben: Ist es das, was Sie denken?
Manuela: Ja, denn drei der vier dürften eigentlich gar nicht mehr hier sein. Damit keine weiteren Vorurteile entstehen, möchte ich hier aber klipp und klar festhalten: Wir sind beide in keinster Weise ausländerfeindlich. Die Täter hätten nicht deshalb nicht hier sein dürfen, nur weil sie Flüchtlinge sind - nein, nein, sondern wegen ihrer kriminellen Laufbahn. Wenn ich mir deren Vorstrafenregister vor Augen führe, wird mir schlecht.

Was wollen Sie dem Herrn Bundeskanzler, dem Herrn Innenminister, der Frau Justizministerin sagen?
Manuela: Ich will wissen, wann sie beginnen, sich endlich wie echte Politiker zu benehmen, nicht wie ein Kindergarten. Was passierte mit unserer Leonie - und was ist ihre Reaktion? Die streiten sich, schieben sich gegenseitig die Schuld zu, anstatt sich hinzusetzen und zu sagen: "Das alles tut uns leid. So, was machen wir jetzt, damit so was nie mehr passiert, wir bilden ja eine Koalition?"

Stattdessen scheint Ihre Tragödie zum Gegenstand des tagespolitischen Hickhacks geworden zu sein ...
Manuela: Natürlich, die Politik nutzt den Tod unserer Tochter, um sich selbst ins rechte Licht zu stellen. Der Nehammer schimpft auf die Zadic, die Zadic schimpft auf den Nehammer, und wenn dem Nehammer dann nichts mehr einfällt, ist zur Abwechslung der Kickl dran. Wenn wir als Eltern so agieren würden, würde uns keines unserer Kinder mehr ernst nehmen.
Martin: Man kann nur probieren, der Politik ins Gewissen zu reden, indem man immer wieder aufzeigt, was hier passiert ist und warum. Im Endeffekt glaube ich aber, dass der Tod unserer Tochter der Politik mehr oder weniger wurscht ist.

Von den Stammtischen bis hinauf in die Politik spricht man vom sogenannten "Fall Leonie". Nun ist Leonie aber kein Fall, sondern ein Mädchen, das mitten in der Pubertät steckte. Erzählen Sie den Menschen bitte ein wenig von ihr. Wie war sie, wovon träumte sie?
Martin: Die Leonie wollte sich unbedingt dem Tierschutz anschließen. Wir haben ja selbst einen kleinen Zoo zu Hause: Katzen, Ratten, einen Hund. Im Frühjahr haben wir uns gemeinsam eine Dokumentation auf Netflix angeschaut, "Seaspiracy", darin geht es um Sea Shepherds, die das Leerfischen der Ozeane verhindern wollen - denen wollte sie sich anschließen.

Der Tierschutz war also was, wofür es sich ihrer Meinung nach zu kämpfen lohnte?
Martin: Sie sagte dann auch zur Mama: "Wir müssen das genauso wie die machen, uns an die U-Bahn-Stationen stellen, um Sticker und Infos zu verteilen." Ich habe zu ihr gesagt: "Wir können ja zunächst einmal spenden." Dann habe ich ein Mail an die Sea Shepherds geschrieben - leider kam die Nachricht zurück, dass Leonie noch zu jung wäre, um selbst mitzumachen. Da war sie wirklich, wirklich enttäuscht.
Manuela: Und um irgendetwas zu tun, hat sie beschlossen, zumindest Vegetarierin zu werden.

Wir sprechen hier also von einem jungen Menschen mit ganz konkreten Zielen.
Manuela: Sie wollte Rettungssanitäterin werden - so wie ihr Vater. Das war ihr großer Wunsch.

Immer wieder wird Ihnen mehr oder weniger unverblümt die "Verletzung Ihrer Aufsichtspflicht" vorgeworfen. Nun ist es bei Teenagern ja oft so: Je mehr man sie beschützen will, desto mehr entgleiten sie einem.
Manuela: Ja, und da es Probleme gab, hatten wir Kontakt zum Jugendamt; und die haben uns geraten, ihr mehr Freiheiten zu geben. Während der Schulwoche nur bis 19 Uhr draußen sein zu dürfen - es hieß, das wäre zu wenig. "Wenn sie nach Wien fährt, dann machen Sie sich halt aus, dass sie mit dem letzten Zug zurückfährt", hieß es. Und ich sagte: "Hallo, sie ist 13, was ist, wenn sie den letzten Zug verpasst?"

Einer der halblaut geäußerten Vorwürfe lautete: "Wie kann man seine 13-jährige Tochter nur alleine nach Wien fahren lassen?"
Martin: Was heißt "Wie kann man?"? Man kann in Wahrheit nur zuschauen - und mit den Kindern reden, reden, reden.
Manuela: Eine Expertin sagte uns: Mit 13 kannst du nichts mehr groß an der Erziehung machen, sehr wohl aber an der Beziehung. Und unsere Beziehung war gut. Nur: Wenn Leonie der Meinung war, sie macht jetzt dieses oder jenes, dann hat sie es auch gemacht.

© Matt Observe/News Nach dem brutalen Tod ihrer Tochter Leonie müssen sich Manuela und Martin gegen eine Fülle haltloser Vorwürfe wehren

Sind Sie nicht extra aus der Stadt rausgezogen, damit sie nicht täglich mit bedenklichen Milieus in Berührung kommt?
Martin: Wir wohnten im 22. Bezirk, gleich hinterm Donau Zentrum, und unsere ältere, mittlerweile 16-jährige Tochter hatte ziemliche Probleme mit Tschetschenen.
Manuela: Die haben sie direkt bei der U-Bahn-Station Kagran zusammengeschlagen und ein Video davon gemacht - einfach so, alles lustig. Da sagten wir uns: "Aus, wir müssen hier weg." Wir entschieden uns dann für Tulln, denn im vorigen Jahr waren wir mit den Kindern oft im Tullner Aubad schwimmen, das sind schöne gemeinsame Erinnerungen. Dann sind wir zufällig auf das Haus gestoßen, und einen Monat später haben wir schon drinnen gewohnt.

Sie wollten ein besseres Umfeld, und Leonie empfand das als eine Art Gefangenschaft?
Manuela: Nicht am Anfang. Das mit diesem "Ausbrechen" aus Tulln, das ging erst nach dem ersten Lockdown los. Die Kids fühlten sich ja alle irgendwie eingesperrt, nichts war los, nichts war offen. Und dann kamen über die Medien all diese Meldungen über die illegalen Partys am Wiener Donaukanal. Das war, wie der Prater, ein totaler Anziehungspunkt, und da Leonies beste Freundin schon 16 war, sind sie gemeinsam dorthin gefahren. Und - Tulln liegt ja nicht am Mond, wir leben in direkter Bahnhofsnähe, wo du in den Zug einsteigst und in 20 Minuten in Heiligenstadt bist.

Und dann haben Sie es eben erlaubt?
Manuela: Aber nein, sie sagte ja nicht, dass sie nach Wien fährt, sondern dass sie bei uns heraußen mit ihrer besten Freundin unterwegs ist. Es war ganz normal, dass die Leonie bei ihr schlief oder umgekehrt. Doch dann erfuhr ich, dass die Freundin in dieser Nacht alleine heimgekommen war, und wusste sofort: Da stimmt was nicht. Am 26. Juni in der Früh, nur ein paar Stunden nach der Tat, bin ich dann schon auf die Polizei in Tulln, neun Stunden nachdem Leonie uns gesagt hatte, dass sie in der Nacht nicht nach Hause kommt. Und dann kam bald schon die Meldung: ein Leichenfund in der Donaustadt, eine junge Frau, ein Mädchen ...

Und auch wenn man selbst so absolut nichts dafür kann - macht man sich selbst natürlich Vorwürfe, oder?
Manuela: Man ist sich selbst der schlimmste Richter.
Martin: Im Mai ließen wir Leonie psychologisch austesten, da ist man draufgekommen, dass sie totalen Schulstress hat. Sie hat die Schule immer wieder verweigert, sie hasste die Schule. Als sie wieder einmal nicht in die Schule wollte, habe ich sie überredet, mit mir gemeinsam im Auto doch hinzufahren. Letztendlich ist sie zwar eingestiegen, und wir kamen zusammen noch bis zum Klassenzimmer, wo sie dann aber sagte: "Nein, da gehe ich nicht rein." Dann lief sie zum Auto zurück, und wir haben geredet. Aber wie sollten wir sie denn zwingen? Ich kann sie ja nicht an den Haaren in die Schule zerren, das geht nicht. Letztendlich hat sie dann ein sedierendes Medikament verschrieben bekommen, weil ihr Rhythmus völlig durcheinander war. In der Nacht war sie munter, tagsüber wollte sie dann schlafen. Sie hat, wie man so schön sagt, die Nacht zum Tag gemacht. Im September hätte das dann an einer Tagesklinik behandelt werden sollen - und das wollte sie auch.
Manuela: Aber eines möchte ich hier schon noch loswerden: Wir müssen uns als Eltern, die alles versuchten, dafür rechtfertigen, wie wir unser Kind erzogen haben - und das, obwohl unser Kind vergewaltigt und umgebracht wurde. Dass es irgendwelchen Menschen als Erstes in den Kopf kommt, wo und wie die Eltern versagt haben könnten, das ist perfide und absolut krank. Wer so was in diesem Zusammenhang als Erstes denkt, sollte sich überlegen, ob er nicht selbst dringend Hilfe bräuchte.

Warum, glauben Sie, machen die Leute das?
Manuela: Ich vermute, dass das Eltern sind, die auf andere Eltern mit dem Finger zeigen, um sich selbst zu beweisen, wie perfekt sie selbst denn nicht sind! Vor denen ist keiner geschützt, niemand.

Sie bringen über Ihre Anwälte Höllwarth und Öhlböck nun Amtshaftungsklage gegen die Republik ein. Warum?
Martin: Weil man sich ernsthaft die Frage stellen muss: Warum läuft ein Täter, der schon dreimal verurteilt wurde, noch immer frei herum? Warum?

Der sogenannte "Fall Leonie" sei ein weiteres Zeichen für die Untätigkeit der Politik in der Frage, wie sich Österreich in den Bereichen Asyl und Fremdenrecht positioniere, befindet der Wiener Top-Strafverteidiger Florian Höllwarth, der nun gemeinsam mit seinem Kollegen Johannes Öhlböck eine Amtshaftungsklage gegen die Republik einbringt.
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Keine Entschädigung. Nach dem Verbrechensopfergesetz, so Höllwarth, stehe den Angehörigen von Leonie nämlich keine Pauschalentschädigung mittels Schmerzensgeldes zu, lediglich die Begräbniskosten würden bis zu 3.300 Euro refundiert. Umso intensiver müsse man sich daher nun die Frage stellen: "Haben die Organe des Staates schuldhaft und rechtswidrig gehandelt?" Dann nämlich wäre der Staat schadenersatzpflichtig. Die Argumentationslinie des Anwalts: Die Tat wäre zu verhindern gewesen - und zwar, wenn das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl bzw. das Bundesverwaltungsgericht eine Abschiebung der mutmaßlichen Täter in der gesetzlich gebotenen Frist veranlasst hätte.

Nun ist der Sinn einer derartigen Klage ja auch, etwas zurückzubekommen ...
Manuela: Es gibt ja jetzt schon wieder welche, die behaupten, uns ginge es ums Geld. Aber wir nagen nicht am Hungertuch, müssen uns nicht am Tod unseres Kindes bereichern. Wenn wir Geld bekommen, spenden wir das dem Tierschutz, so hätte Leonie das gewollt. Nein, wir wollen nichts zurückbekommen. Das Einzige, was wir zurückwollen, ist unser Kind, und das kann uns keiner geben. Was wir bezwecken wollen: dass vielleicht anderen Kindern und anderen Eltern Ähnliches erspart bleibt. Dass andere Mädchen vielleicht geschützt sind, wenn die Politik jetzt endlich ernsthaft nachdenkt.
Martin: Es muss sich was ändern, damit Leonies Tod nicht völlig umsonst ist. Und es geht darum, anderen Eltern in ähnlichen Situationen Mut zuzusprechen, ähnliche Schritte zu setzen und nicht einfach alles hinzunehmen.

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Auch wenn das jetzt reichlich abgeschmackt klingt: Finden Sie so was wie Trost im Glauben?
Martin: Ich habe mir ein Buch des holländischen Kardiologen Pim van Lommel gekauft, der sich mit der Frage beschäftigt, ob das Bewusstsein über den Tod hinaus existiert. Außerdem habe ich am Montag nach Leonies Tod, als ich ein bisschen in ihrem Zimmer aufräumte, eine Bibel gefunden. Da ist mir eingefallen, dass sie die Bibel bereits vor einem halben Jahr erwähnte, aber ich habe dem keine Bedeutung beigemessen. Jetzt schon.
Manuela: Leonie bekommt auch ein katholisches Begräbnis. Wir sind nach Mariazell, um ihr dort einen Rosenkranz zu besorgen, den wir ihr in die Hände legen wollen - vor drei Jahren waren wir alle zusammen in Mariazell auf dem Christkindlmarkt, da wurde auch ein Krampuslauf veranstaltet, der den Kindern Riesenspaß machte.

Sie konnten Ihre Tochter mehr als einen Monat nach der Tat noch immer nicht beerdigen?
Manuela: Jetzt, nach einem Monat, haben wir zumindest einen Begräbnistermin. Aber was das Schlimmste ist: Wir konnten uns nicht einmal von ihr verabschieden. Ich wollte sie waschen, sie anziehen, doch das hat die Gerichtsmedizin alles nicht zugelassen.

Reden Sie ab und zu mit Leonie, sprechen Sie zu ihr? Und wenn ja, ist das ansatzweise tröstlich?
Manuela: Oh ja, ich rede oft mit ihr, ich habe sogar schon sanft mit ihr geschimpft: "Warum bist du an dem Abend nach Wien gefahren?"
Martin: Drei Wochen vor Leonies Tod sind wir alle gemeinsam im Garten gesessen und haben ein Spiel gespielt - da kam ein weißer Schmetterling, ein sogenannter Kohlweißling, dahergeflattert. Wir fragten Leonie: "Wie nennt man den?" Sie wusste es nicht, sagte ganz einfach: "Weißer Schmetterling."
Manuela: Vier, fünf Tage nach Leonies Tod sind wir dann wieder im Garten auf unserer Holzbank gesessen - auf einmal kommt ein Kohlweißling dahergeflogen, zuerst zu mir, dann zu meinem Mann, zum Hund, dann rein und durch den Wintergarten ins Wohnzimmer zu den anderen. Vor ein paar Tagen ist sogar einer auf meiner Hand gelandet - und wenn es mir ganz schlecht geht, denke ich mir: Vielleicht ist unsere Leonie jetzt ein weißer Schmetterling.