Asyl von

IS schleust Kämpfer
als Flüchtlinge ein

Die Europäische Grenzschutzagentur Frontex ist alarmiert angesichts von Drohungen

IS-Flüchtlinge © Bild: Matt Cardy/Getty Images

Die Europäische Grenzschutzagentur Frontex ist alarmiert angesichts von Drohungen der Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS), als Flüchtlinge getarnte Kämpfer nach Europa zu schicken. "Die Gefahr der Einreise solcher Kämpfer besteht grundsätzlich an allen EU-Außengrenzen", sagte Frontex-Chef Klaus Rösler der Zeitung "Die Welt" (Freitag-Ausgabe).

Bisher sei allerdings noch kein solcher Fall festgestellt worden. Dennoch müsse etwa mit den italienischen Behörden überlegt werden, "wie es zum Beispiel gelingen kann, nach der Ankunft in Sizilien schneller die Identität eines Flüchtlings festzustellen".

In diesem Zusammenhang sprach sich der Frontex-Chef auch für die vom deutschen Innenminister Thomas de Maiziere geforderte Einrichtung von Flüchtlingszentren in den Transitländern aus. "Jede Maßnahme, die zur geregelten Steuerung von Migrantenströmen beiträgt, ist in unserem Interesse. Das würde es auch uns erleichtern, uns auf die kriminellen Machenschaften zu konzentrieren", sagte Rösler der "Welt".

Nach den monatlich von den EU-Mitgliedstaaten übermittelten Zahlen wurden im vergangenen Jahr rund 283.000 irreguläre Einreisen nach Europa gezählt. "Das sind auf dem Seeweg viermal so viel wie im Vorjahr", sagte Rösler. Einen "massiven Anstieg" habe es demnach "auf den Seerouten südlich von Italien sowie zwischen der Türkei und Griechenland" gegeben. Schlepper setzten die Migranten "immer stärker unter Druck". Sie würden etwa in Libyen "unter vorgehaltener Waffe" gezwungen, in ein "seeuntaugliches Schlauchboot" zu steigen. Schlepper benutzten immer häufiger marode Boote.

IS ködert Ausländer mit Versprechungen

Der "Islamische Staat" (IS) schockiert die Welt mit Bildern von Folter und Enthauptungen. Sympathisanten im Westen hingegen lockt die Terrorgruppe mit dem Versprechen von Arbeit, Liebe und Abenteuer. "Der IS verkauft eine islamische Utopie an junge Männer und Frauen", sagt Lina Khatib, die Leiterin des Nahost-Zentrums der Carnegie-Stiftung in Beirut.

"Ihnen wird vorgegaukelt, dass sie im einzigen islamischen Staat der Welt eine wichtige Rolle spielen könnten", so Khatib. Die Werbestrategie des IS scheint aufzugehen. Experten gehen davon aus, dass sich rund 3.000 Menschen aus dem Westen den Islamisten in Syrien und im Irak angeschlossen haben, unter ihnen etwa 550 Frauen. Das vom IS kontrollierte "Kalifat" umfasst inzwischen ein Gebiet, das doppelt so groß ist wie Jordanien und in dem sechs Millionen Menschen leben. Anfangs zielte die Propaganda nur auf Männer ab, inzwischen versucht der IS zunehmend auch westliche Frauen für ein Leben im "Kalifat" zu begeistern.

Frau aus Schottland heiratete IS-Kämpfer

Jüngstes Beispiel sind drei 15 und 16 Jahre alte Mädchen aus London, die im Februar von zu Hause ausrissen, in die Türkei flogen und von dort aus vermutlich weiter nach Syrien zogen. Eine der Jugendlichen soll Kontakt zu Aqsa Mahmood gehabt haben. Mahmood, eine Frau aus dem schottischen Glasgow, reiste vergangenes Jahr nach Syrien, um dort einen IS-Kämpfer zu heiraten. Mahmoods englischsprachiger Blog "Diary of a Muhajirah" ("Tagebuch einer Reisenden") gilt als eines der wichtigsten auf Frauen abzielenden Propagandainstrumente des "Islamischen Staates".

"Wir müssen keine Miete zahlen, wir bekommen die Häuser umsonst", schwärmte Mahmood kürzlich in ihrem Blog über die angeblich paradiesischen Zustände im Gebiet der Islamisten. "Auch Strom- und Wasserrechnungen müssen wir nicht bezahlen. Jeden Monat bekommen wir Lebensmittel: Nudeln, Konserven, Reis, Eier."

Auch Arbeit gebe es. Frauen könnten im Bildungs- und Gesundheitsbereich arbeiten, schreibt die Bloggerin und berichtet weiter vom Heiraten im "Kalifat": Jedes Paar bekomme zur Hochzeit 700 Dollar (661,75 Euro) geschenkt, der Bräutigam werde zudem für sieben Tage vom Kampf freigestellt. Ihre Mitgift könnten sich die Bräute selbst aussuchen - die meisten entschieden sich für Kalaschnikows statt Schmuck. "Bis dass der Märtyrertod uns scheidet" steht unter einem Foto im Blog, das einen bärtigen Kämpfer mit seiner weiß verschleierten Braut zeigt.

Mädchen suchen nach dem Abenteuer

"Diese Mädchen sind auf der Suche nach dem Abenteuer", sagt Hassan Hassan, Autor eines Buches über den IS über Frauen, die in den Jihad ziehen. "Manche leben in einer Fantasiewelt und träumen davon, einen Kämpfer zu heiraten."

Auch die in mehreren Sprachen erscheinende Zeitschrift des IS, "Dabiq", versucht Muslime mit Versprechungen von einem einfachen und guten Leben zu ködern. "Es gibt viele Häuser und die nötigen finanziellen Mittel für dich und deine Familie", heißt es darin. Der "Islamische Staat" brauche vor allem "Richter, Menschen mit militärischen oder verwaltungstechnischen Kenntnissen, Ärzte und Ingenieure", lautet eine Stellenanzeige in der Zeitschrift.

Kein Zurück mehr

Für jene Männer und Frauen, die diesen Versprechungen folgen, gibt es meist kein Zurück. Mehr als 120 Menschen wurden nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte zwischen Oktober und Dezember 2014 getötet, weil sie versuchten, das IS-Territorium zu verlassen.

"Ich habe mit zwei jungen Männern gesprochen, die es raus geschafft haben", sagt die Wissenschaftlerin Khatib. "Sie fühlten sich betrogen." Statt in einem islamischen Utopia hätten sie sich in einem Regime der Unterdrückung und der Denkverbote wiedergefunden.

Kommentare

Rumor13 melden

Ist doch den rot/grünen Gutmenschen wurscht.
Hauptsache Wählerstimmen (nach deren Einbürgerung)..........

Eloy melden

Ja natürlich, Rot/Grün bürgert alle ein die sich 10km unserer Grenze nähern weil sie angst vor Leuten wie ihnen haben.

Nudlsupp melden

@Rumor: Also viel einfältiger geht es dann doch nicht mehr. Was genau haben jetzt Rot/Grün mit der IS und den Grenzverletzungen in Südeuropa zu tun?

Tavington melden

europa ist zu klein für sowas. in russland, kanada und australien gibt es noch plätze, aber bitte, nicht zu uns!!!!! wir haben kein luft mehr!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Eloy melden

Das Land aus dem SIE kommen mag "keine Luft mehr" haben, denn sonst wären sie nicht hier und würden solchen Unsinn verbreiten. Bitte lernen sie endlich Deutsch, ihre Schreibfehler tun meinen Augen so sehr weh, dass ich schon fast eine Parallaxe bekomme.

Ivoir

Interessant, daß diese Kämpfer mit dem Dollar keine islamistischen Probleme haben.

Nudlsupp melden

Wo fällt dieses extremistische Gedankengut auf fruchtbaren Boden? Genau dort, wo extrem (bildungs)arme Menschen zu finden sind. Ist bei unseren Extremen oft nicht viel anders. Und anstatt diesen Nährboden durch Unterstützung in Bildung, Infrasturktur und Lebensmittel zu sichern, wollte der Westen Demokratie mit der Luftwaffe und Panzerdivisionen bringen. Das weltweite Verteidigungsbudget....

Nudlsupp melden

in eine qualifizierte Entwicklungshilfe zur Selbsthilfe, und den Ewiggestrigen vom IS hört niemand mehr zu. So aber brauchen diese Extremisten keine Kampfbomber, keine Panzer, nur ein paar manipulierbare Idioiten die von den Jungfrauen im Paradies träumen. 9/11 hat gezeigt, wie ein Geisteskranker aus einem Erdloch heraus eine ganze Gesellschaft in Geiselhaft nimmt und dabei tausende Menschen...

Nudlsupp melden

...das Leben nimmt. Die Entwicklung wird noch spannend, und vermutlich mit noch mehr Demokratiedefiziten, noch mehr Überwachung, noch mehr Beschneidung der Menschenrechte und noch mehr Demokratieverlust bekämpft. So oder so, die Entwicklung wird besorgniserregend sein.

11223344 melden

kaum geht es dir selbst an den kragen wirst weich wie eine banane, null rückgrat und null persönlichkeit. aber sonst gegen alles wettern wenn man gegen migranten schreibt. pfui debeil, bist du grauslich

Nudlsupp melden

@mirwuarscht: Ein Zeichen der Intelligenz ist die Möglichkeit differenziert wahrzunehmen. Was genau ist jetzt der Grund, daß Sie mich zum hundertsten Mal hier persönlich angreifen? Passt es Ihnen nach wie vor nicht, daß ich Probleme selbst differenziert betrachte, und lediglich die Pauschalverurteilungen ablehne, die Sie in Ihrer Welt so gerne nutzen?

Nudlsupp melden

Es gibt zwischen und einen kleinen aber feinen Unterschied: Extremisten, Mörder, Totschläger, Attentäter bringe ich die selbe Mißachtung entgegen wie Ihnen. Ich lehne lediglich ab, Millionen von Menschen die sich nichts zuschulden haben kommen lassen, in Sippenhaft zu nehmen, weil es Ihnen an Verstand fehlt hier zwischen billiger Polemik der F und tatsächlichen....

Nudlsupp melden

Problemen und deren Ursprung zu unterscheiden. Das was Sie tun ist charakterlos und Pfui Teufen. Und sonst nix. Schreiben Sie doch weiter, daß Sie saufen müssen, und daß Sie Gewalt gegen Schutzbefohlene weiterhin gut finden, wie Sie es hier schon getan haben, und halten doch einfach Ihr Versprechen ein, mich künftig nicht mehr zu beachten. Wobei jemand wie Sie wohl nie Wort hält

Seite 1 von 1