Arbeitslosigkeit von

Italiener verlieren die Hoffnung

3,6 Millionen Arbeitslose suchen gar keinen Job mehr

Ein arbeitsloser Mann sitzt verzweifelt am Boden. © Bild: Thinkstock

Fast acht Jahre nach Beginn der Krise verlieren die Italiener allmählich die Hoffnung auf eine Besserung der Wirtschaftslage. 3,6 Millionen arbeitslose Italiener haben darauf verzichtet, einen Job zu suchen, geht aus Angaben des Statistikamts Eurostat hervor.

Das sind 14,2 Prozent aller Arbeitskräfte und dreimal so viele wie im EU-Durchschnitt. 48 Prozent davon sind Frauen. Während die Zahl der arbeitslosen Italiener, die die Suche nach einer Beschäftigung aufgegeben haben, im Norden des Landes 6,5 Prozent beträgt, klettert sie im Süden auf 30,7 Prozent.

Arbeitslosigkeit erreichte Rekordhoch

Die Arbeitslosigkeit in Italien ist im November auf ein Rekordhoch gestiegen. Die Arbeitslosenquote betrug im November 2014 13,4 Prozent. Das war ein Prozentpunkt mehr als im November 2013 und der höchste Stand seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1977. 3,447 Millionen Italiener waren im November arbeitslos, das sind um 8,3 Prozent mehr als im Vergleichsmonat 2013. Gegenüber November 2013 sind um 264.000 Italiener mehr auf Arbeitssuche.

Jugendarbeitslosigkeit von 43,9 Prozent

Die Jugendarbeitslosigkeit kletterte im November ebenfalls auf den Rekordwert von 43,9 Prozent, das waren um 0,6 Prozentpunkte mehr als im Oktober. 729.000 Italiener im Alter zwischen 15 und 24 Jahren seien auf Arbeitsuche, geht aus Angaben des Statistikamts Istat hervor.

Laut Gewerkschaftsschätzungen sind neun Millionen Italiener derzeit mit Beschäftigungsproblemen konfrontiert. Die italienische Notenbank befürchtet, dass die Zahl der Arbeitslosen trotz einiger Signale des Wirtschaftsaufschwungs, die Italien nach über drei Jahren Rezession zu spüren bekommt, in diesem Jahr nicht sinken wird. Optimistischer ist die Regierung Renzi. Sie hofft auf positive Auswirkungen der im Dezember verabschiedeten Arbeitsmarktreform, die eine stärkere Flexibilität der Arbeitsverhältnisse ermöglichet. Von der Reform sollen Unternehmen profitieren, die mehr Mitarbeiter anstellen sollen.

Kommentare

christian95 melden

Nicht nur Italien!
Auch Griechenland ist heute noch "mehr zahlungsunfähiger" wie 2010, obwohl wir schon 240 Mrd. Steuergeld überwiesen haben!!!
In Tschechien wurde aus Brüssel eine Brücke mit 1 Mrd. gefördert die noch nie benutzt wurde.... Wir verdienen nichts anderes!
WIR haben mit 2/3 JA zu dieser EU gesagt. Vorher der EU wurde unser Steuergeld im eigenen Land investiert.

christian95 melden

Nun wird seit 2008 ununterbrochen Krisen bekämpft, verbunden mit massive Kürzungen von Sozialleistungen, die Länder haben Rekordstaatsschulden und Rekordarbeitslosigkeit die Bevölkerung hat noch nie so hohe Steuern gezahlt.....

christian95 melden

52 Mrd. von unserem Steuergeld verteilt Brüssel in Strukturprogramme, 57 Mrd. wandern in die Landwirtschaft (und deren Großbetriebe)...
325 Gesetzesverstöße bei der Vergabe von illegalen Förderungen (7,5 Mrd.) sind bekannt.
Die Schweizer haben den drohenden Abgrund erkannt, und sind aus dem Euro ausgestiegen.

strizzi1949
strizzi1949 melden

Die Schweizer waren NIE im EURO! Ihr ewiges Lamentieren gegen die EU wird schön langsam fad! Schreiben Sie einmal was Neues! Immer die gleichen Phrasen, des nervt! Wie es uns gehen würde, ohne EU kann man nicht sagen! Man kann uns in dieser Beziehung auch nicht mit der Schweiz vergleichen. Also hören Sie endlich auf, mit der ewigen Schwarzmalerei! Gähn!

Nudlsupp melden

Kann ich nachvollziehen. Schwache Wirtschaftszahlen, leere Kassen, korrupte Politiker, schlechte Arbeitsmarktdaten, abweichend zu uns, wirklich ein Flüchtlingsproblem, wo Europa sie in Stich lässt.

higgs70
higgs70 melden

...und über all dem der Euro, der es Ländern, die traditionellerweise ihre Probleme durch Abwertung lösten, ebendieses verunmöglicht.
Das versprochene Schlaraffenland entpuppt sich zunehmernd als Wüste und das Trinkwasser geht aus.Und all die kleinen Mosese die da hineingeführt hatten, wissen nicht mehr wo der Ausgang ist und so rennen wir Rettungsparolen singend im Kreis, bis zum endgültigen Kollaps. Und Italien ist als Volkswirtschaft groß, sehr groß und wenns dort rumpelt, dann ist ganz Europa bald eine große finanzielle FKK-Kolonie und dann heißts Gute Nacht fürs politische System.

Rumor13 melden

Griechenland,Italien,Portugal,Spanien,Frankreich..........alles nur mehr ein Frage von 5-10Jahren............

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