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Wiener Mittwochsgesellschaft in Alpbach: Warum Gastronomie wichtiger wird denn je

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©Metro Österreich/APA-Fotoservice/Jan Hetfleisch

Bei der zehnten „Wiener Mittwochsgesellschaft des Handels, Edition Alpbach“ von Metro Österreich diskutierten Zukunftsforscher Matthias Horx sowie Vertreter aus Wirtschaft und Politik über die Zukunft von Gastronomie und Hotellerie. Im Mittelpunkt stand dabei eine These: Restaurants, Cafés und Wirtshäuser werden als Orte persönlicher Begegnung gesellschaftlich immer bedeutender.

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Bereits zum zehnten Mal war Metro Österreich mit der „Wiener Mittwochsgesellschaft des Handels, Edition Alpbach“ beim Europäischen Forum Alpbach vertreten. Gemeinsam mit Zukunftsforscher Matthias Horx, Ivonne Bollow, Senior Vice President Corporate Communications, Public Policy & Responsibility der Metro AG, Gero Dittrich, Geschäftsführer der Metro Cash & Carry International Holding GmbH, sowie Marcus Kratzsch, Head of Sales von Metro Österreich, diskutierten Gäste aus Wirtschaft und Politik über die Zukunft von Gastronomie und Hotellerie.

Passend zum diesjährigen Jahresthema des Europäischen Forums Alpbach, „How Europe wins“, ging es dabei nicht nur um wirtschaftliche Entwicklungen. Im Mittelpunkt stand auch die gesellschaftliche Funktion der Gastronomie als Ort für Austausch, Gemeinschaft und persönliche Begegnung.

Matthias Horx: Gastronomie wird zur sozialen Infrastruktur

Zukunftsforscher Matthias Horx stellte in seiner Keynote die These auf, dass gesellschaftliche Entwicklungen zunehmend durch das Zusammenspiel von Trends und Gegentrends geprägt würden. Digitalisierung verstärke demnach das Bedürfnis nach haptischen Erfahrungen, Individualisierung die Sehnsucht nach Gemeinschaft und Globalisierung die Bedeutung des Lokalen.

„Die Zukunft liegt nicht im Entweder-oder, sondern in der intelligenten Verbindung dieser Gegensätze“, sagte Horx.

Eine zentrale Herausforderung sieht der Zukunftsforscher in der zunehmenden gesellschaftlichen Vereinsamung. Trotz permanenter digitaler Vernetzung wachse das Bedürfnis nach Zugehörigkeit und realen sozialen Kontakten. Horx spricht in diesem Zusammenhang von einer „Relationship Recession“.

„Früher wuchsen Menschen in Gemeinschaften auf und suchten Individualität. Heute wachsen wir als Individualisten auf, die ihre Gemeinschaft suchen“, erklärte Horx. Gastronomiebetriebe könnten deshalb künftig eine noch wichtigere Funktion als soziale Infrastruktur übernehmen.

Metro sieht Gastronomie als Ort demokratischer Begegnung

Auch Metro betrachtet Restaurants, Cafés, Wirtshäuser und Heurige nicht nur als Wirtschaftsbetriebe. Sie seien Orte, an denen Menschen unterschiedlicher Generationen und gesellschaftlicher Gruppen miteinander ins Gespräch kommen.

Ivonne Bollow betonte deshalb die Bedeutung einer lebendigen Gastronomielandschaft für eine offene Gesellschaft. Menschen suchten heute neben gutem Essen zunehmend Orte, an denen sie Zeit miteinander verbringen und gemeinsame Erfahrungen machen könnten.

„Wo Menschen gemeinsam am Tisch sitzen, entsteht Kommunikation und damit genau das, was eine demokratische Gesellschaft braucht: Austausch und unterschiedliche Meinungen“, sagte Bollow. Für Metro bedeute die Unterstützung der Gastronomie daher auch eine Investition in die gesellschaftliche Zukunft.

Digitalisierung bringt Gäste ins Lokal, ersetzt aber nicht den Gastgeber

Die Diskussion in Alpbach machte zugleich deutlich, dass sich digitale und analoge Angebote nicht ausschließen. Digitale Lösungen können Gastronomiebetrieben dabei helfen, ihre Sichtbarkeit zu erhöhen, Prozesse effizienter zu gestalten und Gäste anzusprechen.

Der eigentliche Wert eines Gastronomiebesuchs entstehe jedoch weiterhin durch persönliche Begegnungen.

„Digitale Kanäle helfen dabei, Gäste zu erreichen, zu informieren und ins Lokal zu bringen. Der eigentliche Wert entsteht jedoch dort, wo Menschen einander begegnen, am Tisch“, sagte Marcus Kratzsch.

Damit verändere sich auch die Rolle von Gastronomen. Sie würden verstärkt zu Gastgebern, Community-Buildern und Gestaltern von Erlebnissen. Technologie könne dabei unterstützen, persönliche Gastfreundschaft jedoch nicht ersetzen.

Metro will Partner der Gastronomie bleiben

Metro Österreich leitet daraus auch ein erweitertes Verständnis der eigenen Rolle ab. Der Großhändler will Gastronomiebetriebe nicht nur mit Lebensmitteln, Produkten und Dienstleistungen versorgen, sondern sie auch bei der Weiterentwicklung ihrer Geschäftsmodelle begleiten.

„Wer Gastronomie stärkt, stärkt Begegnung. Wer Begegnung stärkt, stärkt Gemeinschaft und somit den gesellschaftlichen Zusammenhalt“, sagte Gero Dittrich.

Die „Wiener Mittwochsgesellschaft des Handels, Edition Alpbach“ findet seit 2017 im Rahmen des Europäischen Forums Alpbach statt. Metro Österreich bringt dort ausgewählte Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zusammen, um aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen im Handel und in der Gastronomie zu diskutieren.

Metro Cash & Carry betreibt in Österreich 16 Großmärkte und ein Lieferdepot und beschäftigt rund 2.300 Vollzeitarbeitskräfte. Im Geschäftsjahr 2023/24 erwirtschaftete Metro Österreich nach Unternehmensangaben einen Umsatz von 914 Millionen Euro.

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