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Das Verfahren wird daher als Konkursverfahren fortgeführt. Der Insolvenzverwalter werde nun Verwertungsschritte einleiten und das Unternehmen bzw. die Vermögenswerte "bestmöglich verkaufen". Interessenten seien bereits aufgrund des eingeleiteten Investorenprozesses vorhanden.
Mediashop beschäftigt in Österreich rund 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Beschäftigen seien bereits informiert worden, am Montag würden Informationsveranstaltungen mit der Arbeiterkammer und Betriebsversammlungen abgehalten werden, sagte Lentsch gegenüber der APA. Man hoffe freilich, dass sich rasch Interessenten für die Übernahme und damit auch für die Übernahme der Beschäftigten fänden.
Auch der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) informierte über den Antrag auf Schließung des Unternehmens durch den Insolvenzverwalter. In seinem Antrag habe dieser ausgeführt, dass bereits in den ersten Tagen des Sanierungsverfahrens festzustellen gewesen war, dass "wesentliche Vertriebsgesellschaften ebenfalls insolvenzgefährdet" sind und mit weiteren Insolvenzeröffnungen zu rechnen sein werde. Betroffen sollen hiervon auch die Muttergesellschaft sowie einige Tochtergesellschaften der Schuldnerin sein, teilte der Gläubigerschutzverband mit.
Durch die zu erwartenden Insolvenzverfahren der Vertriebstöchter sei mit einer Zahlung deren Außenstände bei der Schuldnerin nicht zu rechnen. Da ursprünglich mit diesen Eingängen gerechnet wurde, fehlten diese in weiterer Folge in der Liquidität der Schuldnerin, was bei Fortführung des Unternehmens unweigerlich zu einer Liquiditätsunterdeckung führen würde, welche nicht mehr beseitigt werden könnte, führte der AKV aus.
Gegründet wurde der Verkaufssender im Jahr 1999, vertrieben werden Produkte aus den Bereichen Haushalt, Küche, Fitness, Gesundheit, Beauty sowie Lifestyle. In den vergangenen Jahren habe es dabei tiefgreifenden Veränderungen im Konsumverhalten und ein zunehmend herausfordernden Marktumfeld gegeben. Nach Eigenangaben betreibt Mediashop den TV-Sender "Meine Einkaufswelt" und ist auf 175 TV-Stationen präsent.
Der konzernweite Jahresumsatz soll zuletzt bei rund 170 Mio. Euro gelegen sein. Insgesamt würden fast 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in zehn Ländern europaweit (Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Niederlande, Ungarn, Tschechische Republik, Rumänien, Slowakei und Türkei) beschäftigt, davon 160 Beschäftigte in Österreich.
