v.l.n.r.: Dr. Johannes Strohmayer (Vorsitzender des Aufsichtsrats), Mag. Claudia Schwendimann, MBA, MLE (CEO OeSD International GmbH), Mag. Helmut Lackner (Generaldirektor OeSD GmbH), Moderatorin Mounia Berrada-Gouzi, Bundesminister Mag. Gerhard Karner und Ing. Robert Schächter (CEO OeSD Holding AG)
©Österreichische Staatsdruckerei (OeSD)Mit einem Festakt in der Wiener Hofburg feierte die Österreichische Staatsdruckerei am 29. September ihr 222-jähriges Bestehen. Im Mittelpunkt standen der Wandel vom traditionsreichen Druckereibetrieb zum internationalen Technologieunternehmen sowie die wachsende Bedeutung sicherer digitaler Identitäten.
Die Österreichische Staatsdruckerei (OeSD) blickt auf eine Geschichte zurück, die 1804 mit der Gründung als „k. k. Hof- und Staatsdruckerey“ begann. Heute entwickelt und produziert das Unternehmen Lösungen für physische und digitale Identitäten und beschäftigt rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Wien Liesing.
Beim Festakt in der Wiener Hofburg diskutierten Vertreter aus Bundesregierung, Verwaltung, Wirtschaft und weiteren Institutionen über die Bedeutung sicherer Identitäten für Staat, Gesellschaft und Wirtschaft. Zu den Gästen zählten unter anderem die Bundesminister Gerhard Karner und Peter Hanke.
Vom Reisepass zur digitalen Identität
Neben der Produktion und Personalisierung von Reisepässen und anderen Sicherheitsdokumenten hat die OeSD ihr Geschäft in den vergangenen Jahren verstärkt auf digitale Identitätslösungen ausgeweitet. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Digitaltochter youniqx Identity AG.
Zu den Projekten zählen die österreichische eAusweise App mit digitalem Führerschein und Zulassungsschein, die digitale Identitätslösung eID.li in Liechtenstein sowie Projekte für die europäische EUDI Wallet Infrastruktur in Deutschland und eine Krankenversicherungs App in Ghana.
„Sicherheit hat für uns immer höchste Priorität, egal, ob in der analogen oder der digitalen Welt“, sagte OeSD Generaldirektor Helmut Lackner.
Weitere zehn Millionen Euro für Technologie und Sicherheit
Die Staatsdruckerei hat nach eigenen Angaben in den vergangenen zehn Jahren rund 30 Millionen Euro in ihre Transformation zum Hochsicherheitsunternehmen für physische und digitale Identität investiert. In den kommenden zwei Jahren sollen weitere zehn Millionen Euro folgen.
Auch das Auslandsgeschäft hat an Bedeutung gewonnen. Die OeSD beliefert nach eigenen Angaben rund 60 Kunden auf fünf Kontinenten. Die Exportquote habe sich innerhalb von acht Jahren auf rund 25 Prozent der Umsatzerlöse verdoppelt.
Produziert wird weiterhin ausschließlich in Österreich. Personenbezogene Daten österreichischer Bürgerinnen und Bürger sollen dabei während der Produktion im Land verbleiben.
Mit dem Jubiläum verbindet die Staatsdruckerei damit nicht nur den Rückblick auf 222 Jahre Unternehmensgeschichte, sondern vor allem den weiteren Ausbau ihres Geschäfts mit sicheren physischen und digitalen Identitäten.
222-Jahre-Jubiläumsfeier im Zeremoniensaal
© Österreichische Staatsdruckerei (OeSD)