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"Während der Bau rückläufige Arbeitslosenzahlen aufweist und auch die Industriearbeitslosigkeit sich weitestgehend stabilisiert hat, steigt die Arbeitslosigkeit im Handel und im Gesundheits- und Sozialwesen, also in zwei Bereichen, in denen überwiegend Frauen beschäftigt sind, noch deutlich", sagte AMS-Chef Johannes Kopf am Montag laut Mitteilung. Dementsprechend stieg die Zahl der vorgemerkten Frauen inklusive Schulungsteilnehmerinnen um 4,9 Prozent, bei den Männern gab es hingegen einen Rückgang von 1,6 Prozent.
Die derzeit größte Herausforderung stellt die Langzeitbeschäftigungslosigkeit dar. Ende April waren 103.322 Menschen längerfristig ohne Job, was einem deutlichen Plus von 13,3 Prozent entspricht. Die durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit hat sich um 10 Tage auf 134 Tage verlängert.
Neben den Arbeitslosenzahlen gibt es parallel auch erste Anzeichen einer Konjunkturerholung. Die Zahl der unselbstständig Beschäftigten erhöhte sich im Jahresvergleich schätzungsweise um 23.000 auf knapp 3,96 Millionen Verhältnisse. Der Zugang an neuen offenen Stellen wies mit einem Plus von 5,9 Prozent ebenfalls Zeichen einer leichten Belebung auf. Arbeitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) will trotz des allgemeinen Spardrucks gezielt auf Offensivmaßnahmen für den Arbeitsmarkt setzen. "Niemand darf zurückgelassen werden", so die Ministerin laut Mitteilung.





