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Song Contest stellt Urlaubsland Österreich in die Auslage

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12 Punkte für den heimischen Tourismus
Der 70. Eurovision Song Contest ist auch eine internationale Bühne für den Wirtschaftsstandort Österreich, insbesondere für den heimischen Tourismus. Als "eines der größten Medienereignisse der Welt" erreiche der internationale Wettbewerb Hunderte Millionen Zuseherinnen und Zuseher, betonte Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner am Donnerstag in einer Pressekonferenz. "Das ist die weltweit größte Kampagne für Urlaub in Österreich und bringt Wertschöpfung für morgen."

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"Es kommt eine bombastische Show auf uns zu", sagte ORF-Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz. Am Ende werde niemand mehr "Austria" mit "Australia" verwechseln. Die internationale Sichtbarkeit wird jedenfalls auch als außergewöhnliche Chance für den Tourismus gewertet.

"Österreich landet de facto in Hunderten Millionen Haushalten bei Menschen im Wohnzimmer vor der Couch", veranschaulichte Zehetner. Dafür sorgt auch der ORF als "Host Broadcaster". Hinzu kommen die Social-Media-Kanäle. Österreich soll als modernes, offenes und innovatives Gastgeberland präsentiert werden."Wir werden diese Bühne als wirtschaftlichen Mehrwert nutzen", stellte die Staatssekretärin in Aussicht und relativierte die geschätzten öffentlichen Kosten von rund 31 Mio. Euro für das kulturelle Großereignis.

Immerhin erhob das industrienahe Wirtschaftsforschungsinstitut EcoAustria für den Eurovision Song Contest (ESC 2026) einen Wertschöpfungsmultiplikator von 1,7 - jeder öffentlich investierte Euro soll rund 1,70 Euro an wirtschaftlicher Leistung auslösen.

Zehetner bezifferte den "Nachfrageimpuls" mit rund 57 Mio. Euro - 21 Millionen davon entfielen auf direkte Ausgaben von Gästen, etwa für Unterkunft, Gastronomie und Mobilität. Weitere 36 Mio. Euro entstünden durch Investitionen rund um die Veranstaltung. Zudem könnten durch den Song Contest rund 550 Arbeitsplätze (Vollzeitäquivalente) geschaffen werden.

Weiters werden rund um das Event etwa 88.000 zusätzliche Besucherinnen und Besucher in Österreich erwartet. In Wien wird mit vollen Hotels und gut besuchten Restaurants gerechnet.

"Damit bringt der ESC nicht nur 12 Punkte hinsichtlich internationaler Aufmerksamkeit - der Song Contest ist für uns ein wirtschaftlicher Impulsgeber", hielt die Staatssekretärin fest. Um die globale Aufmerksamkeit des ESC touristisch auch langfristig zu nutzen, erhält die nationale Tourismusmarketing-Organisation Österreich Werbung (ÖW) einen außerordentlichen Beitrag von 1,5 Mio. Euro für zusätzliche Kampagnen und internationale Medienarbeit in wichtigen Herkunftsmärkten. Österreich soll als attraktive Ganzjahresdestination sichtbar gemacht werden.

"Österreich ist nicht nur Kulisse, sondern wir wollen es als Erlebnis zeigen", strich ÖW-Chefin Astrid Steharnig-Staudinger hervor. "Wir stellen Österreichs kulturelles Erbe international ins Schaufenster", so die Geschäftsführerin. "Wir haben hier wirklich die Möglichkeit, Österreich international zu positionieren."

"Das wird eine außergewöhnliche Woche - mit dem Ziel, das Maximum herauszuholen", bekräftigte Zehetner unter Verweis auf 2,1 Milliarden Social-Media-Kontakte und weltweit rund 160 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer. "Das wäre unbezahlbar, das ist eine Chance und wir freuen uns darauf." Die größte Musikshow der Welt wird als Visitenkarte für Österreich genutzt.

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