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Arbeitslos mit 50+: Das Problem der Ex-Manager

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AMS-Chef Johannes Kopf erklärt, warum Männer über 50 aus Führungsjobs seine schwierigste Klientel sind. Werden sie arbeitslos, tendieren sie entweder zu Urlaubsstimmung oder zu Katzenjammer und trödeln bei der Jobsuche. Ältere Langzeitarbeitslose kommen allerdings schwer wieder unter. Aber: Die Demografie wirkt auch hier. Bald werden sich Unternehmen auch um ältere Arbeitslose bemühen.

Von Renate Kromp, Hannah Ludmann

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In diesem Raum sitzen drei Menschen über 50, zwei davon über 55. Würden wir morgen unsere Jobs verlieren – wie wahrscheinlich wäre es, dass wir innerhalb eines halben Jahrs einen neuen finden?

Eine Wissenschaftlerin hat das Instant-Aging-Effekt genannt: Über 50-Jäh­rige sind in der Regel in ihren Unternehmen geschätzte Expertinnen, Experten, oft auch Führungskräfte. Aber in dem Moment, wo sie arbeitslos werden, gelten sie als alt. Vor gar nicht langer Zeit ist hier ein arbeitslos gewordener Manager gesessen, knapp über 50, der seit einem Jahr sucht. Da sind wir beim zweiten Problem: Menschen dieses Alters sind oft lange arbeitslos. Die Chancen, in den ersten Monaten einen Job zu finden, sind deutlich höher als danach.

Wie lange ist man in dieser Altersgruppe durchschnittlich arbeitslos?

Da muss man differenzieren: In Saisonbranchen, etwa Bau oder Tourismus, dauert Arbeitslosigkeit im Schnitt recht kurz, weil ja auch Ältere Saisonbeschäftigungen haben. Aber generell gilt, je näher der Pensionsantritt kommt, desto höher wird die Arbeitslosenquote. Denn da kommt zur sicher auch vorkommenden Altersdiskriminierung dazu, dass Betriebe die Leute ja langfristig wollen. Die Arbeitslosenquote bei 50-Jährigen ist nicht auffällig höher als in den jüngeren Altersgruppen, sie werden auch seltener arbeitslos als Junge. Aber ab 60 ist die Quote höher und die Verweildauer ist deutlich länger.

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Politik und Wirtschaft wollen, dass wir länger arbeiten. Ältere werden aber nicht eingestellt. Wie führt man Wunsch und Realität zusammen?

Wir haben 2023 eine Studie gemacht: Dabei wurden 800 erfundene Bewerbungsschreiben verschickt, auf ausgeschriebene Stellen in den Branchen Elektroinstallation und Lebensmittelhandel. Die Hälfte der gut passenden Bewerberinnen und Bewerber war 32 Jahre alt, die andere 52. Bei der Lohneinstufung war kein Unterschied, weil ohnedies nur ein paar Jahre Vordienstzeiten angerechnet werden. In praktisch allen Fällen ist zuerst die 32-jährige Person angerufen worden, in einer signifikanten Anzahl von Fällen aber auch nur die 32-jährige Person. Das war in einem Jahr mit Arbeitskräfteknappheit. Ich glaube nicht, dass alle diese Unternehmen bewusst Ältere diskriminieren. Hier schlagen unbewusste Vorurteile durch, dass Ältere öfter krank oder nicht mehr so flexibel sind. Ich sage jedenfalls, seit dieser Studie zu Unternehmern: Wer keine Älteren einstellt, hat keinen Personalmangel. Punkt.

Ärgern Sie sich über die Aussagen, dass Ältere mehr arbeiten sollen?

Nein. Denn das stimmt und funktioniert ja auch. Das kann man am steigenden Frauenpensionsalter* sehen. Diese Pensionsreform, die mit 2024 eingesetzt hat, führt dazu, dass wir laufend viel mehr Frauen am Arbeitsmarkt haben. 2024 hatten wir 1.565 arbeitslose Frauen über 60, im Jänner 2026 waren es 6.616. Das sind 5.000 mehr und klingt nach viel. Aber gleichzeitig ist die Zahl der erwerbstätigen Frauen von 50.887 auf 89.222 gestiegen. Das heißt: Die Anhebung des Frauenpensionsalters führt zu deutlich mehr Beschäftigung und zu relativ wenig mehr Arbeitslosigkeit. So gesehen ist die Anhebung des allgemeinen Pensionsalters richtig und langfristig unumgänglich. Sie muss aber durch eine aktive Arbeitsmarktpolitik für ältere Mitarbeiter begleitet werden.

Der Beschäftigungseffekt würde auch eintreten, wenn man das Pensionsalter für alle auf z. B. 67 Jahre erhöht?

Ja, aber so eine Reform müsste schrittweise passieren, und man macht es besser in einem Aufschwung als in einer Rezession. Man hat ja jahrzehntelang Arbeitsmarktpolitik so verstanden, dass man in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit die Älteren in Pension geschickt hat, um Platz für die Jungen zu machen. Stellen Sie sich einen Bauernhof vor, wo die ganze Familie mitarbeitet. Wenn da der Vater mit 60 aufhört zu arbeiten, sinkt die Leistungsfähigkeit des Hofs, weil die Zahl der Arbeitskräfte sinkt. Jeder versteht, dass dann weniger produziert werden kann. So ist es auch am Arbeitsmarkt: Mehr Beschäftigte schaffen mehr, auch mehr Jobs. Die Frage, wie viele Küchen in einem Land verkauft werden, hängt auch davon ab, wie viele Verkäufer es gibt. Mehr Menschen erhöhen die Leistungsfähigkeit einer Volkswirtschaft.

Wie macht man ältere Menschen für den Arbeitsmarkt attraktiver?

Das ist kein Voodoo: Zunächst braucht es eine präventive Arbeitsmarktpolitik, damit die Leute gar nicht arbeitslos werden. Dazu gehören zum Beispiel der Kündigungsschutz für Ältere, aber auch die Qualifizierungsförderung für Menschen über 50. Wir ersetzen Betrieben die Hälfte der Qualifizierungskosten, bei längeren Schulungen sogar die Hälfte der Personalkosten. Es ist nämlich statistisch nachweisbar, dass Betriebe Ältere weniger in Qualifizierungsmaßnahmen einbeziehen als Junge. Wir sehen, dass die Kündigungen bei den Geförderten massiv zurückgeht. Das wirkt also.

Und was macht man mit jenen, die arbeitslos sind?

Da geht es um Beratung, Betreuung, Vermittlung. Eine besonders schwierige Zielgruppe sind Leute wie ich. Arbeitslos werdende Führungskräfte, männlich, über 50. Die haben bisher bei jedem Jobwechsel mehr Geld, mehr Verantwortung, mehr Ansehen bekommen. Zudem haben sie meist finanzielle Reserven und keinen Druck, morgen einen Job anzunehmen. Manche tendieren also dazu, in Urlaubsstimmung zu verfallen. Ich kenne einen Manager, der hat den Job verloren und erst einmal drei Monate Safari gemacht. Ich habe gesagt: „Du bist verrückt. Jetzt bist du noch eine heiße Ware, dann nicht mehr.“ Variante 2 ist: Diese Menschen beschäftigen sich erst einmal mit dem Unrecht, das ihnen widerfahren ist, starten einen Gerichtsprozess etc. und suchen nicht vorrangig einen Job. Ich habe Leute erlebt, die nach ein bis zwei Jahren Arbeitslosigkeit sagen: „Hätte ich gewusst, was mir passiert, hätte ich all die Jobs, die mir am Anfang zu mies waren, angenommen.“ Aber die gibt es dann nicht mehr. Wenn jemand ein, zwei Jahre arbeitslos ist, ist nachvollziehbar, dass er nicht mehr gerne eingestellt wird. Jeder Personalchef denkt sich beim Bewerbungsgespräch: Was ist da los?

Menschen mit langer Berufslaufbahn haben vielleicht eine sehr spezielle Qualifikation, die woanders nicht gebraucht wird.

Ja, und viele Führungspositionen werden intern mit Leuten besetzt, die sich aus dem eigenen Team entwickeln. Es ist schon absurd: Es gibt Leute, bei denen rufen Headhunter an, für andere Positionen an und sie lehnen ab. Dann wird die Firma verkauft und er verliert seinen Job, ohne etwas dafür zu können. Am nächsten Tag ruft er den Headhunter an, aber der reagiert nicht, denn einen Arbeitslosen nimmt man nicht.

Wie geht es älteren Fachkräften, die arbeitslos werden?

Elektriker, Installateure, generell Fachkräfte – die kommen etwas leichter unter, es sei denn, es gibt Hemmnisse gesundheitlicher Art.

Welche Instrumente hat das AMS für jene, die lange arbeitslos bleiben?

Neben Beratung und Vermittlung gibt es zum Beispiel Lohnzuschüsse. Wir zahlen Betrieben bis zu ein Jahr lang bis zu 50 Prozent des Lohns. Dadurch sind diese Arbeitskräfte billiger als Junge und die Betriebe sehen, die können etwas. Menschen, die wir trotzdem nicht vermitteln können, bringen wir in sozialökonomischen Beschäftigungsbetrieben unter. Es gibt in Österreich 200 solcher Betriebe, etwa das Restaurant Indigo in Wien. Die Leute bleiben dort sechs Monate bis ein Jahr. 30 bis 40 Prozent finden danach wieder Arbeit. Wer lange arbeitslos ist, muss sich ja wieder ans Arbeiten gewöhnen. Ich habe einmal mit einem Unternehmer diskutiert, der mir gesagt hat, dass er Langzeitarbeitslose nimmt, die aber nach einem Monat wieder aufhören, weil es zu anstrengend ist. Ich habe gesagt: „Warum, glauben Sie, zahlt das AMS die Hälfte des Lohns? Damit diese Person eben nicht von Anfang an im Schichtplan voll eingeteilt wird, sondern mit mehr Pausen und weniger Druck langsam ans volle Pensum herangeführt wird.“

Die Demografiezahlen sind erschreckend. Das ist ein Thema, über das jahrzehntelang geredet wurde, und das man deswegen nicht mehr ernst nimmt.

Johannes Kopf

Was raten Sie Menschen in diesem Alter, die eine Beschäftigung haben?

Erstens: Nicht kündigen! Oder erst dann, wenn man einen Job hat. Das rate ich generell und in einer Rezession besonders. Das Zweite ist: Weiterbildung. Ein Schlosser am Land, der immer nur Zäune und Gartentüren gemacht hat, ist schwer vermittelbar, wenn er keine CNC-Maschine bedienen kann. Aufqualifizierung ist also wichtig.

Soll man sich im bisherigen Beruf weiterbilden oder neu orientieren?

Gänzlich umlernen ist nur in Branchen sinnvoll, die massiv abbauen. Offen gesagt: Wenn ein 50-Jähriger einen ganz neuen Beruf lernt, dann fehlt die Berufspraxis. Aber wenn jemand seine Liebe zu einem Handwerk entdeckt, kann er von uns gefördert in zwölf bis 18 Monaten einen Lehrberuf erlernen. Wenn jemand wirklich seine Berufung entdeckt, dann soll er das tun. Wir raten ja auch Jungen nicht davon ab, Buchbinderei zu lernen, wenn es das ist, was sie wirklich wollen, obwohl wir an sich nicht mehr dazu raten, Buchbinder zu werden.

Derzeit und in den nächsten Jahren gehen die Babyboomer in Pension. Wird es dann auch für Ältere wieder leichter werden, einen Job zu finden?

Die Demografiezahlen sind erschreckend. Das ist ein Thema, über das jahrzehntelang geredet wurde, und das man deswegen nicht mehr ernst nimmt. Zudem wurde die Entwicklung gebremst, durch die EU-Ost-Erweiterung, durch die Geflüchteten und den Ukrainekrieg. Das alles hat dazu geführt, dass die Betriebe nicht wie erwartet einen Arbeitskräftemangel gehabt haben, sondern genug Personal. Nachdem nicht damit zu rechnen ist, dass es eine neue EU-Erweiterung in dieser Größe gibt, hoffentlich auch keine großen Fluchtbewegungen mehr passieren und die Bevölkerung auch keine Zuwanderung will, gehen wir in eine Zeit, in der die Betriebe sich daran gewöhnen werden müssen, mehr mit Älteren zu arbeiten. Sie werden sogar froh sein, wenn sie einen finden. Also in diesem Sinn wird es leichter. Bei den Jungen merkt man das schon. Ich habe vor Jahren einen schönen Text in der „FAZ“ gelesen. Der Redakteur schreibt an seinen Sohn: Als er jung war, hat man ihm geraten, Jus oder Wirtschaft zu studieren, damit er einen Job findet, und nicht das, was ihn inte­ressiert. Im Hinblick auf die demografische Entwicklung sagt er nun dem Sohn: „Studiere, was du magst.“

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Von welchem Zeithorizont sprechen wir, in dem sich die Betriebe umstellen werden müssen?

Am Beispiel Kärnten: Dort wird die Erwerbsbevölkerung zwischen 15 und 65 Jahren bis 2050 im Durchschnitt um 17 Prozent abnehmen. Das heißt, in entfernteren Tälern werden es sogar minus 25 oder 30 Prozent sein.

Dann wird man über 50-Jährigen den roten Teppich ausrollen?

Es werden sich die Arbeitsmarktchancen des einzelnen Arbeitnehmers verbessern, und damit auch jene der Älteren. Was man auch sehen wird: Die Betriebe werden niemanden mehr so schnell hergeben. Wir haben das schon in den Jahren 2023/24 beobachtet. 2022 gab es einen Arbeitskräftemangel, wie wir ihn seit den 1970er-Jahren nicht erlebt haben. Das hat dazu geführt, dass Betriebe in der Rezession viel weniger Personal freigesetzt haben, als sie es eigentlich tun hätten müssen. Die Arbeitslosenzahlen sind nicht annähernd so stark gestiegen, wie man es hätte annehmen können, weil alle gesagt haben: „Hoppla, die Beschäftigten kriege ich dann nicht wieder.“ Ich vermute, wenn die Demografie zuschlägt, wird es genauso sein. Das heißt aber nicht, dass ein 57-Jähriger mit Bandscheibenproblemen dann gleich einen Job findet.

Wie sieht es für die Jungen aus?

Für sie steigen die Chancen jetzt schon massiv. Mit einer Ausnahme: Bei jenen, die nur Pflichtschulabschluss haben, geht die Arbeitslosigkeit massiv nach oben. Wenn man sich die Arbeitslosenquote nach höchster abgeschlossener Ausbildung ansieht, zeigt sich: Am niedrigsten ist sie bei den Akademikern, sie liegt seit Jahrzehnten unverändert bei drei Prozent. Das ist praktisch nichts. Knapp darüber liegen Absolventen berufsbildender höherer und mittlerer Schulen, AHS-Maturanten liegen mit 5,3 Prozent deutlich höher, vor allem seit 2015, weil da viele Menschen mit einem entsprechenden Abschluss kamen. Noch etwas höher ist die Arbeitslosenquote bei Menschen mit Lehrabschlüssen, da schlagen die Saisonbranchen durch. Generell gilt, die Arbeitsmarktchancen mit einer Lehrausbildung sind genauso gut wie mit Matura.

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IHS-Chef Holger Bonin verweist auf den Fachkräftemangel und sagt, Österreich bildet zu wenige Lehrlinge* aus und zu viele Akademikerinnen und Akademiker. Und: Es wird immer auf eine steigende Akademikerarbeitslosigkeit verwiesen. Die sieht man in Ihren Zahlen nicht.

Da muss man zwischen dem Anstieg der Arbeitslosigkeit und der Arbeitslosenquote unterscheiden. Wenn es mehr Akademikerinnen und Akademiker gibt, steigt natürlich auch die Zahl der Arbeitslosen. Aber die Arbeitslosenquote bleibt gering. Durch die Einführung des Bachelor-Abschlusses und der Fachhochschulen hat eine unglaubliche Akademisierung in Österreich stattgefunden. Holger Bonin ist natürlich viel klüger als ich, trotzdem würde ich ihm nur halb zustimmen: Ja, wir haben zu wenig Fachkräfte, aber wir haben noch nicht so viele Akademiker.

Das heißt: Die Jungen sollen studieren, wenn sie das wollen.

Ja, und der Grund dafür ist relativ trivial. Das AMS ist jene Institution, die am meisten Geld für Forschung ausgibt, welche Qualifikationen wir morgen brauchen. Wir sind ganz gut dabei zu wissen, was man in drei oder fünf Jahren braucht. Aber wir haben keine Ahnung, was man in 15 oder 20 Jahren brauchen wird. Wer hätte vor zehn Jahren gewusst, dass man prompten können muss? Nachdem die Arbeitswelt sich immer dynamischer entwickelt, werden zwei grundlegende Kompetenzen wichtiger: Lernfähigkeit und Lernbereitschaft. Das ist etwas, das mit steigender Grundausbildung wächst. Das ist auch der Grund, warum Menschen, die Altgriechisch studiert haben, kaum arbeitslos sind. Sie arbeiten zwar nicht ausbildungsadäquat, aber sie haben wahrscheinlich intellektuelle Jobs, wo die Fähigkeit, sich Wissen anzueignen, strukturiert und logisch zu denken, wichtig ist. Also: Studiert! Aber ich sage auch dazu: Hackelt’s dann länger!

Wie viele Akademikerarbeitsplätze könnte in Zukunft die KI kosten? Es gibt ja jetzt schon den Trend, dass „Anfängerjobs“ durch sie wegfallen.

Man beobachtet vor allem in den USA, dass Einstiegsjobs für Hochqualifizierte wegfallen. Den alten Deal – du bekommst bei mir Ausbildung, dafür machst du meine Power-Point-Präsentationen, du bist schlecht bezahlter Konzipient beim Rechtsanwalt, dafür verdienst du später selbst viel – gibt es oft nicht mehr. Repetitive Tätigkeiten kann auch die KI. Die Jungen sind anspruchsvoller, wählerischer, wollen Sabbaticals und Papamonat – also kauft man lieber eine KI. Betriebe, die das machen, werden sich ins eigene Fleisch schneiden, weil ihnen dann die Experten von morgen fehlen. ChatGPT kann Innovationsfähigkeit oder Führung von Teams nicht.

Wenn die KI zu viele Jobs auffrisst: Wird dann das AMS arbeitslos?

Diese Diskussion ist so alt wie die Industrialisierung. Die Erfindung des Dampfwebstuhls hat zunächst Tausende Weberinnen arbeitslos gemacht. Aber dadurch sind Stoffe umso viel billiger geworden, dass die Leute nicht mehr zwei Gewänder hatten, sondern viel mehr – bis hin zum heutigen ökologischen Wahnsinn. Dadurch sind viel mehr Jobs entstanden als zunächst weggefallen sind. Ich kann mich irren – aber ich glaube nicht, dass uns die Technik die Arbeit wegnimmt. Und ich glaube, wir im AMS haben auch dann noch genug Arbeit und genug Kunden.

© Matt Observe

Steckbrief

Johannes Kopf

Der Wiener hat Jus studiert, war zunächst in der Industriellenvereinigung Referent für Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik und ab 2003 Arbeitsmarktexperte im Kabinett des damaligen Wirtschafts- und Arbeitsministers Martin Bartenstein. Seit 2006 ist er im Vorstand des AMS, seit Juli 2024 als Vorstandsvorsitzender.

Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 09/2026 erschienen.

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