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Demnach stieg die CO2-Abgabe des Bodens kontinuierlich an - im Schnitt um rund 13 Prozent pro Erwärmung von einem Grad Celsius, berichten die Forschenden im Fachblatt "Global Change Biology". Aber: Die im Boden gemessenen Kohlenstoffvorräte nahmen weniger stark ab als erwartet. Das könnte an den Reaktionen der Baumwurzeln auf die wärmeren Temperaturen liegen, vermuten die Forschenden. Sie produzieren mehr Feinwurzeln, die sich schneller erneuern und mehr Kohlenstoffverbindungen in den Boden abgeben.
Auch Pilze reagierten laut einer zweiten Studie im Rahmen des Forschungsprojekts sensibel auf die steigenden Temperaturen: Denn während ihre Gesamtmenge und die Zahl der sogenannten Zersetzerpilze abnahm, profitierten von dem Nährstoffmangel in wärmeren Böden vor allem Mykorrhiza-Pilze, die ihren lebensnotwendigen Kohlenstoff direkt aus den Baumwurzeln beziehen. Dadurch tragen sie nicht zum Abbau, sondern zum Aufbau von Bodenkohlenstoff bei - möglicherweise ein wichtiger Mechanismus, um Bodenkohlenstoffspeicher auch unter wärmeren Bedingungen zu erhalten, heißt es in einer Aussendung des BFWs.
(S E R V I C E - Links zu den Studien: https://doi.org/10.1111/gcb.70561 ; https://go.apa.at/hcZrVtUQ )
THEMENBILD - Ein Waldstück in herbstlicher Stimmung am Montag, 23. November 2009 bei Salzburg. Laub liegt auf einem moosigen Waldboden, Bäume ragen in den sonnigen Himmel. APA-FOTO: BARBARA GINDL






