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Von den besuchten Einrichtungen für Kinder und Jugendliche, die ohne ihre Eltern oder sonstige Angehörige nach Österreich geflüchtet sind, werden nur neun Prozent als sehr sicher und 32 Prozent als sicher bewertet. "Dieses Ergebnis zeigt, dass die menschenrechtlichen Garantien nicht vollständig umgesetzt sind", sagte Achitz. Der Nachholbedarf sei groß, es müsse mehr getan werden: "Kinder und Jugendliche, die außerhalb ihrer Familien aufwachsen müssen, haben jeden Schutz und volle Sicherheit verdient."
In sogenannten UMF-Einrichtungen gelten wesentlich niedrigere Standards als andernorts. Sie bekommen pro Kind deutlich weniger Geld als Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe. Es mangelt an der psychiatrischen Versorgung, Geflüchtete müssen auch oft auf Deutschkurse warten und haben keine muttersprachliche Betreuung, was ihre Integration erschwert, monierte Achitz.
Grundsätzlich ist die Kinder- und Jugendhilfe Ländersache, weshalb in jedem Bundesland andere Regeln gelten. "Es braucht dringend wieder einheitliche Standards, was Gruppengröße, Betreuungsschlüssel und die Ausbildungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Wohngemeinschaften betrifft", appellierte Achitz an die Politik. Ziel einer Unterbringung müsse sein, Kinder und Jugendliche mit multiplen psychischen Verletzungen so schnell und so gut wie möglich aufzufangen, sie in ihrer Entwicklung zu unterstützen und auf dem Weg in die Selbstständigkeit zu begleiten.





