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Vor Schulstart: Diakonie fordert Entlastung für Familien mit wenig Geld

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Einen Monat vor Schulstart hat am Mittwoch die Diakonie mehr Unterstützung für Familien mit wenig Geld gefordert. Zwar gibt es im September Schulstartgeld und für Bezieher von Mindestsicherung bzw. Sozialhilfe Gutscheine für Schulmaterialien, übers Schuljahr würden laut AK-Schulkostenstudie von 2024 aber Kosten von über 2.200 Euro anfallen. Jede zehnte Familie im untersten Einkommensdrittel könne sich nicht alle nötigen Anschaffungen leisten, so die Diakonie per Aussendung.

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Noch mehr Familien als früher könnten sich keine bezahlte Nachhilfe für ihr Kind leisten, obwohl sie die brauchen würden, nannte Diakonie-Sozialexperte Martin Schenk ein Beispiel. Der "Chancenbonus", über den ab Herbst 100 Schulen mit besonders vielen Migrantenkindern aus Familien mit wenig Geld zusätzliches Personal bekommen, wäre aus seiner Sicht eine Möglichkeit, um bei Lernförderung und Schulinfrastruktur zu investieren und so die Situation zu verbessern.

Schulreisen und Schulveranstaltungen könnten für einkommensschwache Schülerinnen und Schüler günstiger werden, indem die Regierung - ähnlich wie während der Coronapandemie - einen Schulausgleichsfonds einrichtet und einen Teil der Kosten übernimmt. Die Ausgaben für Schulmaterial könnten laut Schenk wiederum gesenkt werden, indem Ministerium und Bildungsdirektionen öfter als bisher die Möglichkeit nutzen, dass Schulen gesammelt Materialien für die Kinder und Jugendlichen besorgen und dadurch günstigere Preise aushandeln können.

Handlungsbedarf sieht die Diakonie auch bei der Schülerbeihilfe. Derzeit ende diese vor der 9. Schulstufe, obwohl gerade im Ausbildungsjahr hohe Kosten anfielen und die Ausbildungsentscheidung anstehe. Außerdem wüssten immer noch viel zu wenige Kinder, die die Schülerbeihilfe brauchen würden, überhaupt von dieser Möglichkeit.

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