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Trockenheit und Hitze schadet Blättern von Buchen dauerhaft

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++ ARCHIVBILD ++ Buchen-Blätter werden geschädigt, wenn das Wasser im Boden knapp ist
©APA, dpa, Jens Büttner
Steigende Temperaturen bremsen das Wachstum von Bäumen nicht zwangsläufig. Entscheidend ist vielmehr, ob ausreichend Wasser verfügbar ist. Das zeigt eine mehrjährige Studie von Forschenden der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL).

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Bis zu fünf Grad sollen laut Prognosen die Temperaturen im Vergleich zur vorindustriellen Zeit steigen. Da sich die Waldbewirtschaftung an ein heisseres und trockeneres Klima anpassen muss, ist es für Forschende wichtig zu verstehen, wie sich Hitze und Trockenheit auf Bäume auswirken.

Eine am Dienstag veröffentlichte Studie der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) und der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Lausanne (EPFL) zeigte: Die Erwärmung an sich ist nicht das größte Problem für die Bäume.

Seit fünf Jahren wuchsen auf einem Gelände in Birmensdorf junge Buchen und Flaumeichen. Beide sind für die Wirtschaft und die Waldökosysteme Mitteleuropas von Bedeutung. Sie befanden sich in Klimakammern. Während einige Bäume Trockenheit ausgesetzt waren, mussten andere um fünf Grad erhöhte Temperaturen aushalten.

Die Forschenden stellten fest, dass sowohl Hitze als auch Trockenheit für die Bäume Stress bedeuten. Ähnlich wie Menschen "schwitzen" auch Bäume. Über ihre Blattporen geben sie Wasser ab und können diese damit kühlen. Selbst wenn die Blattoberflächen 40 bis 45 Grad heiß wurden, funktionierte dieser Kühlmechanismus.

Geschädigt wurden die Blätter jedoch, wenn das Wasser im Boden knapp war. Dann schloss der Baum die Blattporen, um Wasser zu sparen. Die Blätter dehydrierten und überhitzten. Auf den Blättern der Buche zeigt sich dies anhand brauner Flecken.

Besser vertrug die Eiche diese Bedingungen. Auf ihren Blättern konnten die Forschenden kaum Versengungen feststellen. Dies, obwohl sie den gleichen Bedingungen ausgesetzt war.

Für die Forschenden war dies eine Überraschung. Diese Erkenntnis lasse sich nicht vollständig durch die Mechanismen erklären, die in der Studie gemessen wurden, berichtete Alyssa Therese Kullberg vom Forschungslabor für Pflanzenökologie der EPFL-WSL.

Dass es zu dauerhaften Schäden in Form von Versengungen kommt, wenn die Blätter der Bäume ihre thermische Sicherheitsgrenze überschreiten, wird mit der Studie erstmals experimentell belegt.

Der Versuch wird noch zwei weitere Jahre fortgeführt. Die Forschenden hoffen damit zu erfahren, ob die Bäume widerstandsfähiger werden und sich an schwierige Bedingungen anpassen können.

ARCHIV - 28.04.2020, Mecklenburg-Vorpommern, Baumgarten: Buchen stehen in einem Waldstück in der Nähe des Warnowtals. (zu dpa: «Neue Bäume, mehr Vielfalt: Wie sich der Wald von morgen wandeln muss») Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

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