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"Weidehaltung ist stark von Umweltfaktoren wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Wasserverfügbarkeit abhängig", sagt Co-Autor Maximilian Kotz. "Unsere Ergebnisse zeigen, dass der Klimawandel die Flächen, in denen diese Form der Landwirtschaft funktionieren kann, deutlich einschränkt und landwirtschaftliche Praktiken erschwert, die sich über Jahrhunderte entwickelt haben." Besonders spürbar seien die Veränderungen in Ländern, "wo die Menschen bereits unter Hunger, wirtschaftlicher und politischer Instabilität sowie hoher Geschlechterungleichheit leiden", ergänzt Erstautorin Chaohui Li.
Betroffen ist der Studie zufolge vor allem Afrika: Je nach Klimaszenario könnten die geeigneten Graslandflächen dort um 16 Prozent oder sogar um bis zu 65 Prozent schrumpfen, falls der weltweite Ausstoß von Treibhausgasen weiter steigt. Bereits heute lägen die Temperaturen in vielen Regionen des Kontinents am oberen Rand dessen, was für Weidehaltung noch klimatisch verträglich sei, heißt es.
Für die Rinderherden etwa der Massai und Samburu in Kenia oder die Schaf- und Ziegenherden nomadisierender Viehzüchter am Horn von Afrika, die schon jetzt schwierigen Bedingungen ausgesetzt sind, ist das ein düsteres Zukunftsszenario. Traten schwere Dürren in der Region früher etwa alle 20 Jahre auf, häuften sie sich in der jüngsten Vergangenheit in immer kürzeren Abständen.
Auch jetzt blicken Klima- und Landwirtschaftsexperten mit Sorge auf die bevorstehende Regenzeit, die zu wenig Wasser bringen könnte für Landwirte und Viehzüchter. Somalia hatte bereits im vergangenen November den Dürrenotstand ausgerufen. Das Afrika-Büro der Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass allein in Kenia nach schlechten Ernteerträgen wegen der kurzen und relativ niederschlagsarmen letzten Regenzeit rund zwei Millionen Menschen unter Nahrungsunsicherheit leiden.
A general view of a herd of cows in the Comoe National Park near the village of Bave, northeastern Ivory Coast, on October 10, 2025. Left abandoned and ravaged throughout the political and military crisis that plunged Ivory Coast into chaos from 2002 to 2011, Comoe National Park is slowly coming back to life in this region now under the control of the authorities, but remains threatened by human exploitation..With nearly 1.14 million hectares (11,500 km2), Comoe National Park, named after the river that flows through it for 230 km from west to east, is one of the largest parks in West Africa..Thanks to its exceptional biodiversity, the reserve, created in 1926 and designated a national park in 1968, has long rivaled the most beautiful parks on the African continent. (Photo by Issouf SANOGO / AFP)






