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Blickt man nur auf Europa, ergibt sich ein anderes Bild: Dort war der Jänner der kälteste seit 2010, bei einer Durchschnittstemperatur von -2,34 Grad Celsius - 1,63 Grad kälter als im Durchschnitt von 1991 bis 2020. Auch andere Regionen der Nordhalbkugel waren von extremer Kälte betroffen, so gab es Ende Jänner schwere Schneestürme in den USA.
Dies wurde aber in der Statistik für den Gesamtplaneten durch Rekordhitze auf der Südhalbkugel mehr als ausgeglichen. So gab es intensive Brände etwa in Australien und Chile und schwere Überschwemmungen im südlichen Afrika.
"Der Januar 2026 war eine eindringliche Erinnerung daran, dass das Klimasystem gleichzeitig sehr kaltes Wetter in einer Region und extreme Hitze in einer anderen hervorbringen kann", sagte Samantha Burgess vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage. Dies zeige, wie wichtig Anpassung an zunehmende Extreme sei, um die Gesellschaft auf erhöhte Klimarisiken vorzubereiten.
Die durchschnittliche Meeresoberflächentemperatur betrug im Jänner 20,68 Grad und war damit die vierthöchste für diesen Monat - sie lag 0,29 Grad unter dem Rekord vom Jänner 2024. Rekordwerte verzeichneten allerdings Teile des Nordatlantiks, einschließlich der Norwegischen See.
In der Arktis lag die durchschnittliche Meereseisausdehnung im Jänner sechs Prozent unter dem Durchschnitt. Dies sei der drittniedrigste Wert für diesen Monat, so Copernicus. In West-, Süd- und Osteuropa war der Jänner nasser als üblich. Starke Niederschläge führten zu Überschwemmungen und erheblichen Schäden, unter anderem in Italien, im westlichen Balkan und in Großbritannien.
Der Klimawandeldienst Copernicus der Europäischen Union veröffentlicht regelmäßig Daten zur Temperatur an der Erdoberfläche, zur Meereisdecke und zu Niederschlägen. Die Erkenntnisse beruhen auf computergenerierten Analysen, in die Milliarden von Messungen von Satelliten, Schiffen, Flugzeugen und Wetterstationen auf der ganzen Welt einfließen.






