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Das Modell berechnet, wie sich Nanopartikel mit bestimmten Eigenschaften im Organismus verteilen. Dies ist besonders für die Entwicklung von Therapien gegen Hirntumore relevant, da Nanopartikel die Blut-Hirn-Schranke überwinden können. Das sogenannte physiologisch basierte pharmakokinetische Modell wurde von der Forscherin Jimeng Wu entwickelt. Als Datengrundlage dienten ihr 18 frühere Studien mit Mäusen. Mithilfe von maschinellem Lernen kann das Modell seine Parameter an die Eigenschaften des jeweiligen Nanopartikels anpassen.
Das KI-Instrument erlaube es, virtuell zu testen, welche Partikel sich für eine Aufgabe eignen, noch bevor sie hergestellt werden, wurde Wu im Communiqué zitiert. Laut den Forschenden leistet das Modell damit einen Beitrag zum Konzept "Safe and Sustainable by Design", da es die Sicherheit neuer Therapien frühzeitig erhöhe.
Die Datengrundlage des Modells sei mit 18 Studien noch klein, räumte der Forscher Peter Wick ein. Es sei nun nötig, die virtuelle Maus mit weiteren Daten zu trainieren, um die Zuverlässigkeit zu erhöhen. Langfristig solle der Prozess von der Entwicklung bis zur Anwendung am Menschen verkürzt und auf Tierversuche verzichtet werden.
In einem nächsten Schritt soll das Prinzip auf die menschliche Forschung übertragen werden. Ein entsprechendes Modell für Menschen könnte dann auch die Untersuchung sensibler Zielorgane ermöglichen.
ARCHIV - 24.11.2017, ----, ---: Eine wissenschaftliche Mitarbeiterin einer tierexperimentellen Forschungseinrichtung hat in einem Labor eine Maus in der Hand. (zu dpa: ÇIllegale Tierversuche? Ermittlungen gegen Ex-ForscherinÈ) Foto: Friso Gentsch/dpa +++ dpa-Bildfunk +++.






