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Noch heißer waren nur die Julimonate 2006, 2015 und 2024. Bei den Spitzenwerten war der Juli 2026 klare Nummer eins: Am 31. Juli zeigte die Messstation Wieselburg in Niederösterreich 40,3 Grad an - um 0,6 Grad mehr als der bisherige Allzeit-Julirekord aus dem Jahr 1983 (39,7 Grad in Dellach im Drautal).
Auf der Hohen Warte in Wien fiel am 17. Juli binnen einer Stunde eine Regenmenge von 46 Millimetern - die restlichen 18 Millimeter der gesamten Julisumme verteilten sich über den restlichen Monat: "Dies ist ein gutes Beispiel, wie sich der Juli 2026 niederschlagstechnisch verhielt. Hie und da ein heftiges Gewitter, aber in Summe deutlich zu wenig Regen", so die Fachleute.
Selbst am nassesten Ort Österreichs im Juli, auf der Schmittenhöhe (Salzburg, 1.956 Meter Seehöhe), gab es mit 188 Millimetern ein Niederschlagsdefizit von drei Prozent. Der trockenste Ort war Podersdorf am Neusiedler See (Burgenland, 116 Meter Seehöhe) mit zehn Millimetern.
Massive Niederschlagsdefizite von 50 bis 80 Prozent wurden im ganzen Bundesgebiet gemessen. Am größten fiel das Minus am Wachtberg bei Steyr (384 Meter Seehöhe) mit minus 91 Prozent aus, gefolgt von den Messstationen Wien-Mariabrunn (225 Meter) mit minus 89 Prozent und Wels (309 Meter) mit minus 87 Prozent. Der Juli 2026 zählt somit zu den fünf niederschlagsärmsten Julimonaten in den vergangenen 169 Jahren.
Im Juli wurden die Marillen reif, laut den Beobachtungen der Geosphere etwa vier Tage früher als im Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020. Im Vergleich zur Periode 1961-1991 habe sich die Fruchtreife der Marillen im Mittel sogar um etwa 20 Tage verfrüht. Die Weizenernte erfolgte ebenfalls früher. "Hinsichtlich der phänologischen Jahreszeiten lag der Juli 2026 im Hochsommer", so die Expertenanalyse. Mit der Fruchtreife des Schwarzen Holunders kündigt sich jetzt vereinzelt schon der phänologische Spätsommer an.
