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Hitzextreme verstärken sich zehnfach

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Hitzewellen rollen verstärkt heran
©APA, dpa, Julian Stratenschulte
Im treffend benannten Fachjournal "Weather and Climate Extremes" zeigte ein Forschungsteam um Gottfried Kirchengast vom Wegener Center und Institut für Physik der Universität Graz mit einer neuen Rechenmethode, wie stark sich Extremwetterlagen über Europa durch den Klimawandel bereits verstärkt haben. Die Basis für die Analysen ist eine statistische Einordnung von extremen Ausprägungen von Ereignissen. Ein "extremer" Hitzetag ist demnach ein solcher, an dem eine Temperatur erreicht wird, "die nur von einem Prozent der täglichen Werte im Zeitraum 1961 bis 1990 überschritten wurde", heißt es in einer Aussendung der Uni Graz.

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Demnach variieren die Schwellenwerte insgesamt auch: Liegen sie hierzulande bei rund 30 Grad, sind es in Finnland rund 25 und im Süden Spaniens um die 35 Grad Celsius. Im Vergleich über die Jahrzehnte zeigt sich ein eindeutiger Trend: "Wir fanden heraus, dass sich die Gesamtextremität der Hitze in Österreich und den meisten Regionen Zentral- und Südeuropas im aktuellen Klimazeitraum 2010 bis 2024 im Vergleich zu 1961 bis 1990 um rund das Zehnfache verstärkt hat. Dazu beigetragen haben Zunahmen sowohl in der Häufigkeit und Dauer der Hitzeereignisse als auch im Ausmaß der Schwellenwertüberschreitung und der räumlichen Ausdehnung", wird Kirchengast zitiert. Diese Entwicklung reiche weit über die "natürliche Variabilität hinaus und zeigt den Einfluss des menschengemachten Klimawandels in einer Eindeutigkeit, wie ich sie selber bisher noch nicht gesehen habe."

Service: https://doi.org/10.1016/j.wace.2026.100855

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