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Eine solche geologische Störung entstehe immer, wenn ein Gesteinspaket sich relativ gegenüber einem anderen Gesteinspaket bewegt - etwa wenn sich Gebirge ausbilden. "Und Österreich ist voll davon", sagte der an der Studie beteiligte Geologe Christoph von Hagke von der Universität Salzburg zur APA. "Die rund drei Millimeter Bewegung pro Jahr sind aber etwa für Landwirtschaft und Infrastrukturprojekte unbedenklich. Da liegt meiner Einschätzung nach keine Geogefahr vor." Denn einerseits seien das für Störungen im globalen und europäischen Vergleich keine besonders großen Raten, andererseits kenne die Planung von Bauprojekten wie dem Brennerbasistunnel die aktuelle Seismizität sehr gut.
"Die Studie trägt hingegen regionalgeologisch enorm zu unserem Verständnis der Ostalpen bei", so von Hagke. Dafür habe das Team die Methode der Elektronenspinresonanz-Datierung (ESR) an Quarz genutzt. "Dass man diese Methode überhaupt anwenden kann, um solche Fragen zu beantworten, ist neu", sagte er weiter.
(S E R V I C E - Link zur Studie: https://doi.org/10.1029/2025GC012484 )
A picture taken on June 8, 2018 shows a small village near the Brenner Pass (Brennerpass), the mountain pass through the Alps between Austria and Italy, close to the Austrian city of Innsbruck. (Photo by Christof STACHE / AFP)






