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Besonders wurden die Rekord-Tiefststände aktuell in Salzburg registriert. Dort liegt das Grundwasser an drei Viertel der Messstellen so niedrig wie Ende Mai noch nie. Auch Oberösterreich ist stark betroffen, hier liegt das Grundwasser an 46 Prozent der Messstellen wie Ende Mai noch nie. In Kärnten zeigt jede einzelne Messstelle einen niedrigen oder sehr niedrigen Wasserstand.
Greenpeace wandte sich erneut an Wasserminister Norbert Totschnig (ÖVP), das längst versprochene Wasserentnahme-Register rasch umzusetzen, damit ersichtlich wird, wie viel Wasser Industrie und Landwirtschaft wirklich verbrauchen. Zudem wurde eine Grundwasser-Abgabe für industrielle Großverbraucher gefordert. Diese erwirtschaften mit unserer gemeinsamen Ressource Grundwasser große Gewinne, zahlen aber in der Regel nichts dafür, kritisierte Greenpeace. "Höchste Zeit, dass Wasserminister Totschnig endlich seiner Verantwortung nachkommt und Österreich dürrefit macht", wurde Sebastian Theissing-Matei, Wasserexperte bei der Umweltschutzorganisation, zitiert.
Diese akute Grundwasser-Krise ist eine direkte Folge des extrem trockenen vergangenen Jahres, in dem neun von zwölf Monaten zu wenig Niederschlag brachten. Auch der gerade zu Ende gehende Mai war im österreichweiten Schnitt um 30 Prozent zu trocken, erläuterte die NGO.
"Landwirte berichten immer häufiger von möglichen Totalausfällen: Das zeigt, wie sehr sich die Klimakrise auf unseren Alltag auswirkt. Wenn Regen ausbleibt, steht nicht nur die Ernte, sondern die gesamte Lebensmittelversorgung unter Druck. Das ist keine Zukunftsprognose mehr - das passiert jetzt", warnte Lukas Hammer, Umweltsprecher der Grünen. Er forderte Transparenz bei den Wasserentnahmen von Industrie und Landwirtschaft, da ohne diese Daten eine nachhaltige Politik nicht möglich sei.
Die SPÖ-Umweltsprecherin Julia Herr erinnerte in einer Aussendung an "auch im Regierungsprogramm" enthaltene Maßnahmen und nannte dabei ein Wasserentnahmeregister für Großverbraucher, das gemeinsam mit den Bundesländern umgesetzt werden soll. "Welche Großverbraucher in welcher Region wie viel Grundwasser genau entnehmen, liegt im Dunkeln. Das wollen wir ändern. Nur wenn wir wissen, wo wie viel Wasser von großen Verbrauchern entnommen wird, können wir vorausschauend planen", erklärt Herr.
++ THEMENBILD ++ Illustration zu den Themen Dürre / Trockenheit / Klima / Ernte. Im Bild: Ein Landwirt beim Pflügen eines Feldes aufgenommen am Dienstag, 16. August 2022, in der Nähe von Grafenwörth in Niederösterreich.
Messstellen Grundwasser, Karte Österreich; Quelle: ehyd.gv.at; Die Auslieferung der APA-Grafiken als Embed-Code ist ausschließlich Kunden mit einer gültigen Vereinbarung für Grafik-Pauschalierung vorbehalten. Dabei inkludiert sind automatisierte Schrift- und Farbanpassungen an die jeweilige CI. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an unser Grafik-Team unter grafik@apa.at. GRAFIK 0667-26






