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Großer Walfriedhof im Indischen Ozean entdeckt

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Überreste wurden in rund 7.000 Metern Tiefe gefunden
©APA/APA/Global TREnD, IDSSE/HANDOUT
Einen gigantischen Walfriedhof haben Forschende im Südosten des Indischen Ozeans entdeckt. Rund 1.000 Kilometer westlich der australischen Stadt Perth stießen sie in der Diamantina-Bruchzone in rund 7.000 Metern Tiefe auf aus dem Sediment ragende Knochen. Nie zuvor wurden Walfossilien auch nur annähernd in einer solchen Tiefe entdeckt wie bei der Expedition mit dem chinesischen Tauchboot "Fendouzhe" Anfang 2023.

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Bei mehr als 30 weiteren Tauchgängen wurde das Ausmaß der sogenannten Nekropole deutlich. Sie erstreckt sich über eine Länge von 1.200 Kilometern und liegt in einer Tiefe von 4.200 bis 7.000 Metern, wie das Team um Xiaotong Peng von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Sanya im Fachjournal "Nature" berichtet. Es handle sich um den mit Abstand tiefsten, größten und ältesten bekannten Walfriedhof. Fast 480, teils mehrere Millionen Jahre alte Überreste von Walen machten die Forschenden aus.

Wenn ein Wal stirbt, sinkt der Kadaver gewöhnlich in die Tiefe, landet auf dem Meeresgrund und dient dort als Nahrungsgrundlage für eine Vielzahl von Organismen. Insgesamt seien solche sogenannten Walstürze zwar sehr häufig, schreibt die Gruppe, dokumentiert seien bisher aber nur etwas mehr als 70 derartige Areale. Es sei davon auszugehen, dass es weltweit noch viele andere Walfriedhöfe gibt.

Das Team fand Überreste heute noch lebender Arten wie Andrew-Schnabelwal und Layard-Wal, aber auch längst ausgestorbener Spezies, etwa von Vertretern der Schnabelwal-Gruppen Pterocetus und Izikoziphius. Dass sich ausgerechnet in dieser Region so viele Walreste häufen, hat den Forschenden zufolge mehrere Gründe. Zum Beispiel trage die V-förmige Topographie der tief eingeschnittenen Zone dazu bei, dass sich Kadaver ansammelten. Auch wiesen gerade Schnabelwale eine sehr hohe Knochendichte auf - ihre Skelette werden also besonders langsam zersetzt. Zusätzliche geschützt würden sie durch eine Schicht aus Eisen-Mangan-Oxid, die die Fossilien überzieht.

(S E R V I C E - "Nature"-Artikel unter: https://dpaq.de/aQcRZV3; Fachartikelnummer DOI: 10.1038/s41586-026-10546-z)

This handout photograph taken by Global TREnD, IDSSE, seven kilometres under the sea on the deep seafloor of the Diamantina Zone in the Indian Ocean in 2023 and released on June 10, 2026, shows whale bones at the world's biggest known whale graveyard discovered by the Chinese submersible Fendouzhe. The world's largest whale graveyard has been discovered at the bottom of the Indian Ocean by Chinese scientists, who found that the vast expanse of both new and ancient carcasses supports huge communities of deep-sea life. A new, though extinct, species of whale was also identified among the nearly 500 skeletons found up to 7,000 metres deep along a 1,200 kilometre corridor of bones in the Indian Ocean west of Australia. (Photo by Handout / Global TREnD, IDSSE / AFP) / RESTRICTED TO EDITORIAL USE - MANDATORY CREDIT "AFP PHOTO / HANDOUT Global TREnD, IDSSE" - NO MARKETING NO ADVERTISING CAMPAIGNS - DISTRIBUTED AS A SERVICE TO CLIENTS

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