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Legambiente kontrolliert jeden Sommer die wichtigsten Alpengletscher. Regelmäßig fließe Schmelzwasser dort, wo noch vor kurzer Zeit Eis gewesen sei, gleichzeitig machten immer größere Spalten viele Wege gefährlich, warnte Bonardo laut Medienangaben.
Nach Angaben des World Glacier Monitoring Service sind seit 2000 weltweit durchschnittlich 273 Milliarden Tonnen Eis pro Jahr verloren gegangen. 2025 waren es bereits 408 Milliarden Tonnen. Legambiente erwartet, dass bis 2050 alle Alpengletscher unterhalb von 3.500 Metern verschwunden sein könnten.
Besonders dramatisch ist die Situation am Forni-Gletscher bei Bormio in der Region Lombardei. Der Glaziologe Claudio Smiraglia beobachtet ihn seit 65 Jahren. "Eine solche Saison habe ich in meiner gesamten Karriere noch nie erlebt", sagte er. Der Gletscher sei inzwischen in mehrere Teile zerfallen und habe eine grau-schwarze Färbung angenommen.
Auch der Skitourismus bekommt die Folgen zu spüren. Am Stilfser Joch mussten die Anlagen für den Sommerskilauf wegen Schneemangels schließen. Davor war der Sommerskibetrieb auch am Matterhorn eingestellt worden.
Besonders ungewöhnlich ist die Wärme in großer Höhe. Den Angaben zufolge lag die Null-Grad-Grenze im Sommer häufig zwischen 4.000 und 5.000 Metern. Damit schmilzt selbst die Schneedecke, die die Gletscher eigentlich vor der sommerlichen Wärme schützen sollte.
