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Das Team um Cassius Morrison vom University College London analysierte im US-Bundesstaat Colorado die sogenannte Dry Mesa Dinosaur Quarry. In dieser Formation sammelten sich vor 150 Millionen Jahren über den Zeitraum von etwa 10.000 Jahren erstaunlich viele Dinosaurier-Fossilien an - darunter mindestens sechs Sauropoden-Arten wie Diplodocus, Brachiosaurus und Apatosaurus - sowie auch Fleischfresser samt teilweise erhaltenem Mageninhalt.
Aus den Analysen leitet das Team im "New Mexico Museum of Natural History and Science Bulletin" Details zu Lebensweise und Nahrungsgewohnheiten ab. "Ausgewachsene Sauropoden wie Diplodocus und Brachiosaurus waren länger als ein Blauwal. Wenn sie gingen, bebte die Erde", sagt Erstautor Morrison. "Aber ihre Eier waren nur einen Fuß lang, und ihr Nachwuchs brauchte nach dem Schlüpfen viele Jahre zum Wachsen."
Der schutzlose Nachwuchs fiel Räubern wie dem bis zehn Meter langen Allosaurus zum Opfer. "Manche Allosaurus-Fossilien weisen ziemlich schreckliche Verletzungen auf, etwa entstanden durch die Schwanzstacheln eines Stegosaurus", sagt Co-Autor William Hart von der Hofstra University im US-Bundesstaat New York. Im Vergleich dazu sei der Nachwuchs leichte Beute gewesen.
LONDON - GROSSBRITANNIEN: FOTO: APA/Sergey Krasovskiy and Pedro Salas






