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Auch Technologie aus Österreich an Bord von Artemis 2

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Österreich ist mit an Bord
©Afp, APA, LUIS ROBAYO
Bei der NASA-Mondmission Artemis 2 ist auch Technologie aus Österreich mit an Bord. Die Firma Magna aus Graz hat Hochdruckleitungen für die Flüssigtanks des "Space Launch System" geliefert, mit dem die "Orion"-Kapsel gestartet wurde. Angedockt an diese Kapsel ist das "European Service Modul" (ESM), wobei Technologie des Wiener Hightech-Unternehmens TTTech die sicherheitskritische Datenkommunikation aller Lebenserhaltungs- und Steuerungssysteme sicherstellt.

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Die "Orion"-Kapsel, die die Astronauten während der Mission beherbergt, wurde von Lockheed Martin gebaut, das Flugsteuerungssystem liefert das Unternehmen Honeywell Aerospace, mit dem TTTech seit Jahrzehnten zusammenarbeitet. Für das ESM zeichnete die Europäische Raumfahrtagentur (ESA) verantwortlich, gebaut wurde es bei Airbus in Bremen.

In dem Servicemodul sitzt das Haupttriebwerk für den Anflug der Crewkapsel auf den Erdtrabanten. Es sorgt für die Temperaturregulierung und Strom, und es lagert dort der Treibstoff sowie die Sauerstoff- und Wasservorräte für die vierköpfige Besatzung in der "Orion"-Kapsel. Am Ende der Mission werden sich diese und das ESM kurz vor der Ankunft auf der Erde trennen und das Servicemodul in der Erdatmosphäre verglühen.

"Artemis 2 bestätigt die entscheidende Rolle Europas bei der Rückkehr der Menschheit zum Mond und der künftigen Erforschung des Weltraums. Die ESA ist stolz darauf, Seite an Seite mit ihren internationalen Partnern unter der Führung der NASA zu stehen. Gemeinsam zeigen wir, dass Zusammenarbeit nach wie vor unser stärkster Motor für die Zukunft ist", erklärte der aus Österreich stammende ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher in einer ersten Reaktion.

Als "zentrales Nervensystem" der "Orion"-Kapsel und des ESM verbindet das von TTTech entwickelte "TTEthernet-Netzwerk" zahlreiche Sensoren, Computer und antriebstechnische Bauteile (Aktuatoren) miteinander. Dieses Gesamtsystem ist für verschiedene sicherheitskritische Funktionen wie Flugsteuerung oder Lebenserhaltungssysteme zuständig. Über das Netzwerk können dem Unternehmen zufolge aber auch nicht-kritische Aufgaben, wie etwa die Videokommunikation, ablaufen. Bei TTTech ist man "unglaublich stolz", einen Beitrag für den Erfolg der Mission leisten zu können, wie Christian Fidi, Leiter des Unternehmens-Bereichs Luft- und Raumfahrt, in einer Aussendung erklärte.

"Im Weltall gibt es keinen ÖAMTC, keine Wartungsmöglichkeiten. Elektronische Systeme müssen so ausgelegt und abgesichert sein, dass sie nicht nur über Jahrzehnte lang einwandfrei funktionieren, sondern auch der Strahlung im Weltraum widerstehen können", erklärte Fidi die Bedeutung ausfallsicherer Datenkommunikation und robuster Elektronik bei derartigen Missionen.

Auch Messsysteme des steirischen Messtechnikherstellers Dewetron spielen u.a. bei der Datenerfassung und Echtzeitüberwachung der Mission eine Rolle. Zudem war Johanneum Research aus Graz beim Artemis-Programm bereits mit Technologie und Know-how beteiligt.

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