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Die Einrichtungsarbeiten nördlich der Donau werden laut Asfinag bis Herbst andauern. Die Zählstellen stellen dabei die Umsetzung von einer der rund 600 Auflagen dar, die durch die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) festgelegt wurden. Damit werde vor allem die Frequenz des Lkw-Verkehrs erfasst, um die Belastung der Anrainer infolge auf ein Minimum zu reduzieren. Der Beginn der Arbeiten für die Nordostumfahrung der S1 kommt nicht überraschend, sie wurden von der Asfinag schon zuvor für das Frühjahr 2026 angesetzt. Asfinag-Vorstandsdirektor Hartwig Hufnagl kündigte Ende September 2025 an, dass die Realisierung mit dem sogenannten Freilandabschnitt starten werde. Für diesen würden "sämtliche Genehmigungen rechtssicher und damit unanfechtbar vorliegen".
Der Start der Arbeiten sorgte für erneute Ablehnung von Grünen und Umwelt-NGOs. "Die Lobau-Autobahn ist und bleibt ein fossiles Großprojekt aus dem letzten Jahrhundert, das wir uns weder leisten können noch dürfen", kommentierte Elisabeth Götze, Sprecherin für Mobilität der Grünen, den Beginn der Vorarbeiten. Auch der WWF reagierte mit Kritik: "Das Durchboxen der Lobau-Autobahn gegen alle Bedenken ist fahrlässig und zukunftsvergessen", sagte Simon Pories vom WWF. Greenpeace-Sprecher Marc Dengler hielt fest: "Der Startschuss für Österreichs größte Sackgasse - die Lobauautobahn - ist gefallen."
Die Regierung solle den öffentlichen Verkehr ausbauen, hieß es von Global 2000. "Das ist schneller, günstiger, umweltfreundlicher - und sorgt für tatsächliche Verkehrsentlastung", so Hannah Keller, Klima- und Energiesprecherin von Global 2000. "Es ist absurd, dass Verkehrsminister Hanke an dem Projekt festhält wie ein trotziges Kind, während Recht und Wissenschaft dagegen sprechen", wurde Laila Kriechbaum von der "Fridays For Future"-Bewegung in einer Aussendung zitiert. Gleichzeitig wurde für den morgigen Donnerstag um 9.00 Uhr ein erster Protest gemeinsam mit Global 2000, Lobau Bleibt, Greenpeace AT und System Change vor dem Verkehrsministerium angekündigt.






