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Die US-Schauspielerin, die nach der Premiere in Cannes im Jahr 2024 ihre erste Oscar-Nominierung für den Body-Horror-Film "The Substance" erhielt, kehrt dieses Jahr als eines von neun Jurymitgliedern zum Festival zurück, die am 23. Mai den Hauptpreis, die Palme d'Or, verleihen werden. "Tun wir genug, um uns zu schützen? Ich weiß es nicht", fügte Moore im Gespräch mit Journalisten hinzu. "Und daher würde ich dazu neigen zu sagen: wahrscheinlich nicht." Das Festival lässt generative KI im Wettbewerb nicht zu, doch die Diskussion über die Rolle der Technologie im Filmemachen war ein dominantes Thema auf dem Festival, das sich als Gatekeeper dessen positioniert, was als Kino gilt.
Park Chan-wook, der erste koreanische Filmemacher an der Spitze der Jury, reflektierte darüber, wie sich Korea seit der Präsentation seines Thrillers "Oldboy" in Cannes im Jahr 2004 zu einer Filmindustrie-Großmacht entwickelt hat. "Korea steht nicht mehr am Rande der globalen Filmindustrie", sagte er. "Der Grund dafür liegt nicht nur darin, dass der koreanische Film sehr erfolgreich war und es ins Zentrum der Branche geschafft hat. Es liegt daran, dass sich das Zentrum der globalen Filmindustrie selbst erweitert hat", sagte er. Das habe es ihm ermöglicht, zum Jurypräsidenten ernannt zu werden, sagte Park und fügte hinzu, dass er versprochen habe, gegenüber dem koreanischen Beitrag, Na Hong-jins "Hope", nicht voreingenommen zu sein.
Die 22 Wettbewerbsfilme zu vergleichen und sie auf die Plätze eins, zwei und drei zu setzen, möge sich wie eine "sinnlose" Handlung anfühlen, sagte er. "Aber genau darin liegt auch der Wert dieser Aufgabe, denn es ist eine Gelegenheit, allen davon zu erzählen und alle zu bitten, sich diese Filme bitte anzusehen." Weitere Jury-Mitglieder sind die Schauspielerin Ruth Negga, die belgische Regisseurin und Drehbuchautorin Laura Wandel, die chinesische Regisseurin Chloe Zhao, der Chilene Diego Cespedes, der irisch-schottische Drehbuchautor Paul Laverty sowie die Schauspieler Isaach de Bankole und Stellan Skarsgard.
Die chinesische Schauspielerin Gong Li und US-Schauspielerin Jane Fonda erklärten am Abend bei der von der französisch-malischen Schauspielerin Eye Haïdara moderierten Gala das elftägige Festival für eröffnet. "Kino war immer schon ein Akt des Widerstands", sagte Fonda - eines der wenigen politischen Statements des Abends.
Im Zentrum der Eröffnungsgala in dem 2.300 Plätze fassenden Grand Lumiere Saal im Festivalpalast an der Croisette stand am Dienstagabend jedoch "Herr der Ringe"-Regisseur Peter Jackson (64), der von US-Schauspieler Elijah Wood die Goldene Ehrenpalme überreicht bekam. Wood spielte in der Mittelerde-Saga den Hobbit Frodo Beutlin. Als er damals die Zusage für die Rolle in der Fantasy-Reihe bekam, habe er begriffen, dass sein Leben in ein Vorher und Nachher geteilt worden sei, sagte er. "Und ich weiß, dass ich bei weitem nicht der Einzige bin, dessen Leben durch Peter Jackson verändert wurde". Jackson zu Ehren sang das Duo Theodora und Oklou den Beatles-Hit "Get Back".






