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Vor 2018 war noch ein Behördengang zur Unterstützung nötig, seit 2018 können Volksbegehren online unterstützt werden. Eine Analyse des Parlaments aus dem Jänner 2025 zeigte damals: Von 2018 übersprangen bis zu diesem Zeitpunkt 46 Volksbegehren die Hürde der 100.000 Unterschriften, was 69 Prozent entspricht. Von drei folgenden Volksbegehren im Jahr 2025 schaffte es nur jenes zur ORF-Haushaltsabgabe.
Dass keines der Volksbegehren im Eintragungszeitraum die Schwelle von 100.000 Unterschriften erreicht hat, ist auch in der Vergangenheit mitunter vorgekommen, hieß es aus dem Innenministerium auf APA-Anfrage. So scheiterten 2019 alle drei eingebrachten Initiativen, wie etwa zum Grundeinkommen - und damit kurz nach Einführung der Online-Unterstützung. Davor war dies 2013 der Fall, damals waren zwei Volksbegehren an den Start gegangen, darunter jenes gegen "Kirchenprivilegien".
Vor Einführung der Online-Unterstützung schafften es 35 der 39 Initiativen in den Nationalrat. Allerdings sorgte die Einführung dieser neuen Möglichkeit für wesentlich mehr Volksbegehren insgesamt. Allein im Jahr 2023 konnten 19 Anliegen in der Eintragungswoche unterschrieben werden - und damit in einem Jahr fast halb so viele wie in den ersten fünf Jahrzehnten.
Mit Volksbegehren lässt sich auch Geld verdienen - 13.686 Euro konnte man etwa 2025 pro erfolgreichem Volksbegehren aufgrund der fünffachen Kostenrückerstattung der Gebühren erhalten. Immer häufiger bringen einzelne Gruppen von Initiatoren und Initiatorinnen Volksbegehren zu gleichen oder ähnlichen Themen ein. Zuvor gingen sie primär von Gewerkschaften, Parteien oder zivilgesellschaftlichen Akteuren aus. Das Volksbegehren "Stoppt die Volksbegehren-Bereicherung!" erhielt 2025 aber lediglich 33.185 Stimmen.






