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Die israelische Armee hatte zuvor die Bewohner der relativ weit entfernt von der Grenze zu Israel liegenden Stadt Kfar Hatta zum Verlassen der Stadt aufgefordert. Eine sechsköpfige Familie, die kein Auto besaß und bereits aus einem weiter südlich gelegenen Ort vertrieben worden war, wartete den libanesischen Angaben zufolge auf einen Verwandten, der sie abholen wollte. Auch dieser Mann sei bei dem israelischen Angriff ums Leben gekommen.
Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Israels Armee äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu den Berichten. Im nördlichen Nachbarland Libanon geht sie derzeit eigenen Angaben zufolge auch am Boden gegen die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz vor.
Israel Armee griff zudem am Sonntag erneut Ziele in der libanesischen Hauptstadt Beirut an. Im Visier seien von der pro-iranischen Hisbollah-Miliz genutzte Gebäude und Anlagen, hieß es. Das libanesische Gesundheitsministerium meldete am frühen Sonntagnachmittag vier Tote und Dutzende Verletzte bei einem Angriff im Süden der Stadt. Laut der libanesischen Nachrichtenagentur und Augenzeugen wurde ein dreistöckiges Gebäude getroffen. Verletzte seien in Decken weggetragen worden.
Augenzeugen meldeten darüber hinaus vier weitere heftige Bombardements in den als Dahija bekannten südlichen Vororten Beiruts seit der Mittagszeit (Ortszeit). Rauchwolken seien in dem Gebiet aufgestiegen. Die Gegend gilt als Hochburg der Hisbollah, ist aber auch dicht besiedeltes Wohngebiet. Israels Armee hatte die Bewohner bereits mehrfach zur Flucht aufgerufen.
Die vom Iran unterstützte Hisbollah feuerte unterdessen wieder Geschoße auf Nordisrael. In einer Gegend in Galiläa gab es Berichten zufolge am frühen Nachmittag (Ortszeit) gleich mehrfach Raketenalarm. Auch in anderen Gebieten im Norden des Landes heulten nach Beschuss der libanesischen Miliz die Warnsirenen. Berichte über Schäden oder Opfer gab es zunächst nicht.





