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Der erste Pontifex aus den Vereinigten Staaten ist seit Mai Oberhaupt von weltweit 1,4 Milliarden Katholiken. Mit Spannung wird erwartet, ob er es in seiner Osterbotschaft bei einem allgemeinen Friedensappell belässt oder darüber hinausgeht - vor allem angesichts der Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten. Sein Auftritt wird in viele Länder live übertragen. Zu Ostern wird der biblischen Überlieferung zufolge die Auferstehung Jesu Christi gefeiert.
Der 70-Jährige hatte sich in den vergangenen Tagen traditioneller gezeigt als sein Vorgänger. In Erinnerung an das letzte Abendmahl wusch Leo am Gründonnerstag in der Lateranbasilika von Rom zwölf Priestern die Füße. Franziskus war aus diesem Anlass zum Zeichen der Demut während seines Pontifikats ins Gefängnis gegangen. Bei der Karfreitagsprozession in Rom trug Leo im Unterschied zu seinem Vorgänger selbst ein Kreuz.
Den Segen "Urbi et Orbi" hatte er auch schon zu Weihnachten sowie unmittelbar nach seiner Wahl im Mai vergangenen Jahres gespendet. Der Spruch bezieht sich auf den Anspruch, Führer der weltweiten Christenheit zu sein. Die Formel findet sich auch auf der Fassade der Lateranbasilika, der Bischofskirche des Papstes. Die Basilika wird dort als "omnium urbis et orbis ecclesiarum mater et caput" gewürdigt, also als "Mutter und Haupt aller Kirchen der Stadt und des Erdkreises".
Am Samstagabend eröffnete Papst Leo XIV. mit Tausenden Gläubigen die traditionelle Feier der Osternacht. Die Liturgie begann im Atrium der Vatikan-Basilika mit der Weihe des Osterfeuers, mit dem dann die Osterkerze entzündet wurde. Beim Einzug in den noch dunklen Petersdom wurden dann zum Ruf "Lumen Christi" (Licht Christi) die Kerzen der Priester und dann die aller Gläubigen entflammt. Sie symbolisieren die Auferstehung Jesu, die von den Christen weltweit gefeiert wird. Während der "Osterwache" taufte der Papst, einer Tradition folgend, zehn Erwachsene, fünf aus der Diözese Rom, zwei aus Großbritannien, zwei aus Portugal und einer aus Südkorea.





