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Trump hatte mit seinen umstrittenen Äußerungen zu NATO-Truppen in Afghanistan für Empörung in Großbritannien, aber auch in Polen, Italien und Deutschland gesorgt. In einem Interview des Senders Fox News behauptete Trump, dass die USA das Verteidigungsbündnis nie gebraucht hätten. Mehrere andere NATO-Staaten hätten zwar nach den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA Truppen nach Afghanistan geschickt, diese seien jedoch "ein wenig" zurückgeblieben, "etwas abseits der Frontlinien".
Der britische Premierminister Keir Starmer hatte die Äußerungen Trumps als "beleidigend" und "entsetzlich" kritisiert. Auch andere Politiker und Prominente wie Prinz Harry und Rod Stewart forderten den US-Präsidenten auf, den Opfern der amerikanischen NATO-Verbündeten in Afghanistan Respekt zu zollen. Deutschlands Verteidigungsminister Boris Pistorius versprach: "Wir werden den Einsatz und Mut unserer Soldatinnen und Soldaten in Afghanistan in Ehren halten. Ganz egal, von wem das in Frage gestellt wird. Sie sind nie vergessen."
Trump schrieb nun auf Truth Social, die Bindung zu Großbritannien sei zu stark, um jemals zu zerbrechen. "Das britische Militär, mit seinem gewaltigen Herzen und seiner Seele, ist das allerbeste (außer natürlich das der USA!)."
Nach den islamistisch motivierten Terroranschlägen am 11. September 2001 in den USA hatte die US-Regierung Artikel Fünf des NATO-Vertrags aktiviert, um Beistand ihrer Verbündeten zu bekommen. Dies führte dazu, dass sich NATO-Staaten wie Großbritannien und Deutschland am Krieg gegen die Taliban und die Terrororganisation Al-Kaida beteiligten. Es war das erste und einzige Mal in der NATO-Geschichte, dass ein solcher Bündnisfall ausgerufen wurde.
KEYPIX - US President Donald Trump gestures as he climbs a staircase after a signing ceremony on his "Board of Peace" charta during the 56th annual meeting of the World Economic Forum, WEF, in Davos, Switzerland, Thursday, January 22, 2026. The meeting under the topic "A Spirit of Dialogue" brings together entrepreneurs, scientists, corporate and political leaders in Davos and takes place from January 19 to 23 in Davos. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)




