von
Der Iran hatte die USA am Nachmittag vor der Durchfahrt durch die Straße von Hormuz gewarnt. "Wenn die Bewegung des Schiffs fortgesetzt wird, wird es innerhalb von 30 Minuten angegriffen", ließ der Iran der Nachrichtenagentur Tasnim zufolge den USA mitteilten.
Die iranischen Revolutionsgarden hatten vor wenigen Tagen einen Bereich der Meerenge als Gefahrenzone deklariert und vor Minen in den Schifffahrtsrouten gewarnt. Die iranische Delegation, die in Islamabad Friedensgespräche mit den USA führt, legte beim Vermittler Pakistan Beschwerde ein.
"Axios"-Reporter Barak Ravid hatte zuvor unter Berufung auf einen US-Regierungsvertreter berichtet, dass mehrere Schiffe der US-Marine die Straße von Hormuz durchquert hätten. Der Schritt sei nicht mit dem Iran koordiniert worden. Daten des Trackingdienstes Vesselfinder zeigten ein Schiff der US-Regierung mit nicht näher genannter Typenbezeichnung - wie beim Militär üblich - im Persischen Golf.
Die Straße von Hormuz verbindet den Persischen Golf mit dem Indischen Ozean und damit die großen Ölförderländer der Region mit den Weltmärkten. Nach Angaben der Internationalen Energie-Agentur (IEA) wurden 2023 fast 30 Prozent des weltweit verschifften Öls hier transportiert. Der Iran hat die Kontrolle der Meerenge seit Kriegsbeginn an sich gerissen. Ihre Öffnung ist ein zentraler Streitpunkt bei den Verhandlungen in Pakistan.
Schifffahrtsdaten zufolge passierten indes erstmals seit der Feuerpause wieder drei Supertanker die Straße von Hormuz. Laut LSEG-Daten umfahren die unter liberianischer Flagge fahrende "Serifos" sowie die chinesischen Schiffe "Cospearl Lake" und "He Rong Hai" dabei die iranische Insel Larak.






