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In Nordisrael wurde nach Angaben von Rettungskräften ein Haus getroffen. Es gab jedoch zunächst keine Angaben zu Verletzten, wie der Rettungsdienst Magen David Adom am frühen Abend (Ortszeit) mitteilte. Nach israelischen Medienberichten feuerte die libanesische Hisbollah-Miliz rund zehn Raketen auf den Norden Israels. Bei zusätzlichen Drohnenangriffen sei ein Haus in dem Grenzort Schlomi beschädigt worden. Andere Geschosse seien von der Raketenabwehr abgefangen worden.
Die Hisbollah teilte derweil mit, sie habe israelische Truppen im Süden des Libanons mit einer Rakete angegriffen. Von Israels Armee hieß es, sie habe binnen 24 Stunden mehr als 200 Hisbollah-Ziele im Libanon beschossen.
Medienberichten zufolge kreisten israelische Truppen eine Hochburg der proiranischen Hisbollah-Miliz im Südlibanon ein. In der Stadt Bint Jubail, die wenige Kilometer von der israelischen Grenze entfernt liegt, seien nach Schätzungen Dutzende Hisbollah-Kämpfer seit vier Tagen eingeschlossen, berichtete das israelische Nachrichtenportal "ynet". Ähnliche Berichte kamen aus dem Libanon.
Israelische Truppen rückten demnach von Yaroun, Maroun al-Ras und Aitarun aus voran, um Bint Jubail von verschiedenen Seiten aus von der umgebenden Region abzuschneiden. Die Schiitenstadt gilt als wichtige Front der Hisbollah. Der 2024 von Israel getötete Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah hatte dort seine erste Kundgebung nach dem israelischen Truppenabzug aus dem Süden Libanons im Mai 2000 gehalten. Israelische Medien bezeichneten den Ort teilweise als "Hauptstadt der Hisbollah", die Hisbollah selbst als "Hauptstadt des Widerstands (gegen Israel)".
Die Intensität der gegenseitigen Angriffe hat zuletzt nachgelassen. Vorausgegangen war dem eine großangelegte Angriffswelle des israelischen Militärs im Libanon. Dabei wurden nach Behördenangaben mehr als 300 Menschen binnen weniger Minuten getötet. US-Präsident Donald Trump soll Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu daraufhin dazu gedrängt haben, die Angriffe zu reduzieren.
Das US-Außenministerium wird in der kommenden Woche Gespräche zwischen dem Libanon und Israel ausrichten. Ziel sei die Verkündung einer Waffenruhe und der Beginn formeller Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon unter Vermittlung der USA, hieß es aus Beirut. Laut einem Bericht des US-Nachrichtenportals "Axios" ist Israel zwar zu Gesprächen mit dem Libanon bereit, nicht aber zu Verhandlungen über eine Feuerpause gegenüber der Hisbollah.
Israel will bei den kommende Woche mit dem Libanon geplanten Gesprächen nicht über eine Waffenruhe mit der pro-iranischen Hisbollah-Miliz sprechen. Der israelische Botschafter in Washington, Yechiel Leiter, erklärte am Freitag (Ortszeit), Israel habe "formalen Friedensverhandlungen" mit der libanesischen Regierung zugestimmt. Israel weigere sich aber, über "eine Waffenruhe mit der Terrororganisation Hisbollah" zu sprechen. Die Miliz greife weiterhin Israel an und sei "das Haupthindernis für Frieden zwischen beiden Ländern".
Israel und der Libanon, die keine diplomatischen Beziehungen unterhalten, wollen am Dienstag Gespräche im US-Außenministerium in Washington beginnen. Die israelische Regierung strebt nach eigenen Angaben Gespräche über eine Entwaffnung der vom Iran finanzierten Hisbollah-Miliz und über friedliche Beziehungen zwischen den beiden Nachbarländern an. Ein Vertreter der Hisbollah-Miliz bekräftigte unterdessen die Ablehnung seiner Gruppierung gegen jegliche Gespräche mit Israel. Die angekündigten Gespräche seien "ein offensichtlicher Verstoß" gegen "die Verfassung und libanesische Gesetze" und "verschärfen die innenpolitische Spaltung" im Libanon, erklärte der Hisbollah-Vertreter Hassan Fadlallah am Samstag.
Hunderte Anhänger der proiranischen Hisbollah protestieren am Samstag in Beirut gegen die Verhandlungen mit Israel. Ein Fotograf der Deutschen Presse-Agentur vor Ort berichtete von starken Sicherheitsvorkehrungen. Protestierende riefen "Nieder mit Nawaf" mit Bezug auf den aktuellen Ministerpräsidenten Nawaf Salam. Andere riefen "Gott segne Nasrallah" und meinten damit den von Israel getöteten Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah. Viele schwenkten die iranische Fahne oder Hisbollah-Flaggen. Ein Mann rief: "Sie werden uns nicht dazu bringen, uns zu ergeben."
Im Zentrum des Gazastreifens sind nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Zivilschutzbehörde sieben Menschen bei israelischen Luftangriffen getötet worden. Weitere Menschen seien durch den israelischen Angriff nahe einer Polizeistation im Flüchtlingslager al-Bureij verletzt worden, vier von ihnen schwer, erklärte ein Zivilschutzsprecher am Samstag. Die israelische Armee teilte AFP auf Anfrage mit, sie werde den Vorfall "überprüfen".
Im Oktober 2025 war eine Waffenruhe in dem Palästinenser-Gebiet in Kraft getreten, trotzdem gibt es immer wieder Angriffe und Gewalt. Israel und die islamistische Palästinenser-Organisation Hamas werfen einander gegenseitig Verstöße gegen das Abkommen vor. Am Mittwoch war ein Journalist des arabischen Senders Al Jazeera bei einem Drohnenangriff getötet worden.
Smoke rises from the site of an Israeli airstrike on the outskirts of the southern Lebanese village of Yohmor on April 11, 2026. Lebanon's presidency said on April 10 that a meeting would be held with Israel in Washington next week to discuss a ceasefire in the Israel-Hezbollah war and the start of negotiations between the neighbours. (Photo by AFP)






