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Der Ukrainer warf Moskau erneut vor, im Gegensatz zu Kiew nicht zu Kompromissen bereit zu sein. "Russland verwirft alles, setzt die Sturmangriffe an der Front und die Luftschläge auf unsere Städte und die Energieversorgung fort", betonte Selenskyj. Russland müsse zum Frieden unter anderem mit neuen Sanktionen gezwungen werden.
Die westlichen Verbündeten mahnte er zu rechtzeitigen Lieferungen von Flugabwehrmitteln. "Es ist notwendig, dass das, worüber wir in München mit den Partnern gesprochen haben, zeitnah umgesetzt wird", hob der Staatschef hervor. Ein Lieferverzug vergrößere nur die von den Angriffen verursachten Schäden.
NEOS-Außenministerin Beate Meinl-Reisinger sah Montagabend im außenpolitischen Ausschuss des Parlaments kein Bemühen Russlands um Frieden in der Ukraine. Daher müsse der Druck auf Moskau weiter aufrecht bleiben. Die Sanktionen würden wirken, müssten aber noch verstärkt werden. Derzeit werde über das 20. internationale Sanktionspaket verhandelt. Die EU und Österreich würden den Friedensprozess unterstützen, sagte Meinl-Reisinger. Hier seien konkrete Vorschläge gemacht worden, die Russland aber nicht aufgegriffen habe.
Die Ukraine wehrt sich seit knapp vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen eine russische Invasion. Seit dem Herbst hat Russland Angriffe mit Kampfdrohnen und Raketen auf ukrainische Energieanlagen intensiviert. In einem der härtesten Winter seit Jahren leiden Millionen Ukrainer unter Strom-, Heizungs- und Wasserausfällen. Am Dienstag und Mittwoch werden von den USA vermittelte Gespräche zwischen den Kriegsgegnern in Genf erwartet.
Ukrainian President Volodymyr Zelensky speaks during the 62nd Munich Security Conference (MSC) on February 14, 2026 in Munich, southern Germany. Heads of state and government as well as foreign and defence ministers from all over the world are expected to attend the security policy talks from February 13 to 15, 2026. (Photo by THOMAS KIENZLE / AFP)






