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Trump hatte der Führung in Teheran mit massiven Angriffen auf die Infrastruktur gedroht, sollte der Iran nicht ein Abkommen zum Ende seines Atomprogramms schließen und die Straße von Hormuz wieder öffnen. Bereits vor Ablauf seines Ultimatums um 20.00 Uhr US-Ostküstenzeit (Mittwochfrüh 02.00 Uhr MESZ) kam es zu einer Angriffswelle.
In Teheran waren am Dienstag laute Explosionen zu hören, iranische Staatsmedien schrieben von 18 Toten nahe der Hauptstadt. Die israelische Armee fing nach eigenen Angaben erneut Raketen aus dem Iran ab. In Saudi-Arabien löste ein nächtlicher Angriff einen Brand in einer bedeutenden Erdöl-Industrieanlage aus.
Iranischen Staatsmedien zufolge wurde zudem die Insel Kharg angegriffen. Sie liegt vor der Westküste des Iran und ist ein bedeutender Terminal für Ölexporte aus dem Land. Trump hatte mit einer Einnahme der Insel durch die US-Streitkräfte gedroht.
Trump äußerte erneut die Hoffnung auf einen Umsturz durch die iranische Bevölkerung. "Jetzt, da wir einen vollständigen und totalen Regimewechsel haben, bei dem andere, klügere und weniger radikalisierte Köpfe den Ton angeben, kann vielleicht etwas revolutionär Wunderbares geschehen - wer weiß?" schrieb er in seiner Online-Veröffentlichung.
Trump hatte am Montag angegeben, die USA hätten der Protestbewegung im Iran Waffen liefern wollen. Diese seien aber in den falschen Händen gelandet. Nach Angaben des Senders Fox News meinte er damit kurdische Kräfte.
Die Revolutionsgarden kündigten unterdessen Angriffe außerhalb der Golfregion für den Fall an, dass die USA rote Linien überschreiten sollten. In einer Erklärung erklärten sie außerdem, die Infrastruktur der USA und deren Partner in der Region ins Visier zu nehmen. Die Öl- und Erdgasversorgung aus der Region könnte jahrelang unterbrochen werden, hieß es weiter. Man gebe die Zurückhaltung auf, wurde betont.
Indes nannte ein hochrangiger iranischer Insider Bedingungen der Islamischen Republik in den Verhandlungen mit den USA. Eine vorübergehende Feuerpause lehne man ab, sagte die Person der Nachrichtenagentur Reuters. Gespräche über einen dauerhaften Frieden setzten die sofortige Einstellung der Angriffe, Garantien gegen deren Wiederaufnahme sowie eine Entschädigung für entstandene Schäden voraus.
Im Rahmen eines dauerhaften Abkommens fordere Teheran außerdem Gebühren für die Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormuz. Die Höhe solle von der Art des Schiffes, seiner Ladung und den jeweiligen Umständen abhängen. Die staatliche iranische Nachrichtenagentur IRNA hatte am Montag gemeldet, es gebe insgesamt zehn Punkte. Trump wies den Vorschlag als unzureichend zurück.
Der Iran-Krieg hatte am 28. Februar mit Angriffen der USA und Israels auf die Islamische Republik begonnen. Dabei wurde unter anderem der oberste Führer Ayatollah Ali Khamenei getötet. Teheran reagiert seitdem mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region.
A man stands with an Iranian national flag along an intersection at Valiasr Square in Tehran on April 6, 2026. Israeli strikes killed the intelligence chief of Iran's Revolutionary Guards, as the Islamic republic on April 6 defied threats from the US President to devastate civilian infrastructure if it does not reopen the Strait of Hormuz. (Photo by ATTA KENARE / AFP) /




