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Er rief die Staaten dazu auf, das Kriegsrecht zu respektieren und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen. "Anderen zu dienen, ist gefährlicher geworden denn je", sagte Guterres im Vorfeld der geplanten Gedenkfeiern zum Welttag der humanitären Hilfe.
Ein Grund für die zunehmende Gefahr ist laut UNO der verstärkte Einsatz bewaffneter Drohnen. Die Verbreitung billiger und flexibel einsetzbarer Drohnen in Konflikten habe die Risiken erhöht, erklärte der UNO-Nothilfekoordinator Tom Fletcher. So seien im März bei Drohnenangriffen in Goma im Osten der Demokratischen Republik Kongo mindestens drei Menschen getötet worden, darunter ein französischer Helfer. Auch im Sudan und in der Ukraine seien Hilfskonvois wiederholt getroffen worden.
Der mit Abstand gefährlichste Einsatzort für humanitäre Helfer war im vergangenen Jahr der Gazastreifen mit 186 getöteten Mitarbeitern, gefolgt vom Sudan. Das geht aus der von Kanada und Australien finanzierten Datenbank "Aid Worker Security Database" hervor. Das UNO-Palästinenserhilfswerk UNRWA berichtete, dass seit Beginn des Krieges zwischen Israel und der radikal-islamischen Hamas am 7. Oktober 2023 mindestens 393 eigene Mitarbeitende getötet worden seien. Der frühere UNRWA-Chef Philippe Lazzarini hatte Anfang des Jahres eine hochrangige Untersuchungskommission zu den Todesfällen gefordert. Israel erklärte, man unternehme große Anstrengungen, um zivile Opfer zu vermeiden.
A woman enters a tent at Brazil's military field hospital in Camuri Chico, near Macuto, La Guaira State, Venezuela on July 9, 2026, following the June 24 twin earthquakes. The United Nations launched an urgent appeal on July 8, 2026 for nearly $300 million towards Venezuela earthquake relief operations as the death toll from the disaster rose to more than 3,800 people. (Photo by Raul ARBOLEDA / AFP)
