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Razzia bei EU-Kommission wegen Immobilien-Deal

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Gegen die EU-Kommission wird wegen Immobiliendeals ermittelt
©AFP, APA, NICOLAS TUCAT
Die Europäische Staatsanwaltschaft (EPPO) ermittelt gegen die Europäische Kommission. Es gehe um den Verkauf von Immobilien an den belgischen Staat, wie die Europäische Kommission selbst bestätigte. Einem Zeitungsbericht zufolge wurden am Donnerstag Büros der Europäischen Kommission durchsucht. Auch bei der belgischen staatlichen Investmentgesellschaft SFPIM, über die der Immobiliendeal lief, fanden Durchsuchungen statt, wie sie bestätigte.

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EPPO teilte darüber hinaus mit, dass sie im Rahmen einer laufenden Untersuchung Beweismittel sammele. Ein Sprecher der Kommission teilte mit, man habe Kenntnis von den laufenden Ermittlungen. Demnach gehe es um den Verkauf von 23 Gebäuden der Kommission an den belgischen Staat im Jahr 2024. Damals hatte die EU-Kommission angekündigt, dass der belgische Staatsfonds die Gebäude für einen Betrag von 900 Millionen Euro erwerben werde. Der Verkauf werde eine Umgestaltung des Europaviertels in einen modernen, attraktiven und grüneren Stadtteil ermöglichen, hieß es in der Mitteilung Ende April 2024.

Zuvor hatte es laut der Mitteilung eine öffentliche Ausschreibung gegeben, die der belgische Staatsfonds gewann. Die Europäische Kommission hatte sich damals zum Ziel gesetzt, ihre Bürofläche bis 2030 um 25 Prozent zu reduzieren.

Der Sprecher der EU-Kommission teilte nun mit, man sei zu Transparenz und Rechenschaftspflicht verpflichtet und werde uneingeschränkt mit der EPPO sowie den zuständigen belgischen Behörden zusammenarbeiten. Zudem hieß es: "Nach Kenntnis der Europäischen Kommission erfolgte der Verkauf der Gebäude gemäß den festgelegten Verfahren und Protokollen, und wir sind zuversichtlich, dass der Prozess ordnungsgemäß durchgeführt wurde."

Die belgische Investmentgesellschaft teilte mit, dass ihre Geschäftstätigkeit normal weiterlaufe. Sie kooperiere uneingeschränkt mit den zuständigen Behörden.

Die EPPO wollte zunächst keine weiteren Details zu der Untersuchung nennen, "um die laufenden Verfahren und deren Ergebnis nicht zu gefährden". Die Institution ermittelt und verfolgt Straftaten, die die finanziellen Interessen der Europäischen Union betreffen.

Der FPÖ-Delegationsleiter im Europaparlament, Harald Vilimsky, forderte eine "schonungslose und restlose Aufklärung ohne politische Einflussnahme." Die FPÖ forder den Rücktritt von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen schon seit längerem "und angesichts der aktuellen Entwicklungen ist dieser Schritt endgültig überfällig", so Vilimsky in einer Aussendung.

(FILES) This photograph shows an outside view of the Berlaymont building, the European Union Commission headquarters, in Brussels on December 15, 2025. Police raided the premises of the European Commission in Brussels on February 12, 2026 in a probe into the 2024 sale of real estate assets to the Belgian state, a source close to the investigation told AFP. (Photo by Nicolas TUCAT / AFP)

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