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Auf russischer Seite bestätigte Bürgermeister Andrej Nakroschajew, dass es einen Angriff auf einen Industriebetrieb gegeben habe. Für die Stadt selbst habe keine Gefahr bestanden, sagte er der staatlichen Nachrichtenagentur TASS zufolge. Tscherepowez liegt etwa 900 Kilometer von der Ukraine entfernt.
Über das orthodoxe Osterfest von Samstagnachmittag bis Sonntagabend hatten sich Russland wie die Ukraine weitgehend an eine Waffenruhe gehalten. Große Luftangriffe blieben aus, Verstöße wurden von beiden Seiten vor allem entlang der Front gemeldet.
Die russische Armee begann nach Kiewer Angaben mit Ablauf der Waffenruhe um Mitternacht wieder Angriffe mit Langstreckendrohnen bis tief in die Ukraine hinein. Nach Angaben der ukrainischen Luftstreitkräfte dauerten die Attacken den ganzen Tag über an.
Montagabend räumte die ukrainische Armee unter dem Druck russischer Angriffe ein grenznahes Dorf im Gebiet Sumy. Dabei handle es sich um den Weiler Myropilske, teilte das 14. Armeekorps auf Facebook mit. Um eigene Verluste zu vermeiden, hätten sich die Verteidiger auf vorbereitete Stellungen zurückgezogen.
Die russische Armee hat an mehreren Stellen die Grenze zum nordukrainischen Gebiet Sumy überschritten. Den größten Streifen halten die Russen bei Junakiwka besetzt, von wo aus ukrainische Truppen 2024 in das westrussische Gebiet Kursk vorgedrungen waren. Die Kämpfe um Myropilske bedeuten einen weiteren russischen Einbruch, auch wenn die eroberte Fläche bisher klein ist.
Am Montag beging die Ukraine den Tag ihrer Rüstungsindustrie. Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte, dass sein Land die Langstreckenwaffen für Treffer im russischen Rückraum selbst geschaffen habe. Ebenso habe die Ukraine ihre Drohnenabwehr, den Einsatz ferngesteuerter Kampfroboter und Seedrohnen ausgebaut.
Kiew biete diese Waffen und die Erfahrung im Umgang damit auch seinen Partnern an. Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen eine großangelegte russische Invasion.






