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Man müsse aufpassen, nicht "in ein Gerechtigkeitsthema" zu kommen, so Meinl-Reisinger mit Blick auf die Pensionen einerseits und die niedrigeren Gehaltsabschlüsse im öffentlichen Dienst oder beispielsweise den Metallern. Pensionistinnen und Pensionisten hätten über höhere Krankenkassenbeiträge bereits einen Beitrag zu den Sparmaßnahmen geleistet, zugleich seien die Pensionen in den Jahren davor "immer über der Inflation angehoben" worden.
Angesichts der Weltlage plädierte die Außenministerin für einen raschen Ausbau erneuerbarer Energien, um unabhängig von Öl und Gas - und damit von den entsprechenden Zulieferern - zu werden. Dass im geplanten Doppelbudget 2027/28 das Klima und der Ausbau der Erneuerbaren kürzer treten müssten, wollte die NEOS-Chefin nicht so stehen lassen. Österreich sei "Förderweltmeister" merkte die Politikerin auf Kürzungen bei Förderung für Heizkesseltausch und E-Autos angesprochen an. Geplant seien aber auch Kürzungen bei klimaschädlichen Subventionen - welche genau, werde noch verhandelt, "aber es ist ein Volumen ausgemacht".
Meinl-Reisinger verteidigte unterdessen die jüngst verlängerte Spritpreisbremse, die gewirkt habe und keine "Gießkannenförderung" sei. Auf eine Verlängerung wollte sich die NEOS-Chefin aber nicht festlegen. "Wir fahren da auf Sicht" und werde Monat für Monat schauen. Ein Dauerinstrument dürfe die Spritpreisbremse aber nicht werden. Oberstes Ziel sei die Versorgungssicherheit.
Mit Blick auf die Wehrdienstreform hoffe sie auf eine baldige Einigung. Wann genau, konnte sie nicht beantworten - "so, dass es mit 1.1.2027 funktionieren wird". Auf Fragen zu den konkreten Modellen, die verhandelt werden, reagierte die Ministerin eher ausweichend. Die Miliz müsse gestärkt werden, zusammen mit der "geistigen Landesverteidigung im Sinne von Resilienz". Es müsse aber auch in Richtung einer Europäisierung nachgedacht werden - also nicht nur kurzfristig auf Österreich schauen, "sondern das schon einbetten in die Diskussionen, die auf europäischer Ebene (...) stattfinden, zu einer eigenen europäischen Verteidigungsunion". Diese Aussage rief zugleich die FPÖ auf den Plan, die ihr vorwarf zu "schwadronieren" und darin einen "Anschlag auf unsere immerwährende Neutralität" sieht.
Auch der ORF selbst war Thema in der "Pressestunde". Die NEOS-Chefin schloss nicht aus, dass auch bei dem öffentlich-rechtlichen im Rahmen der Budgetsanierung gespart werde, "das werden wir verhandeln". Zur Nachfolge an der ORF-Spitze gebe es keine Abmachung in der Regierungskoalition von ÖVP, SPÖ und NEOS. Die Liberalen würden es als ihre Aufgabe sehen, ein Anwalt dafür zu sein, dass die Politik aus dem ORF rausgehalten wird.






