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Mehrere Tote bei russischem Angriff auf ukrainisches Dnipro

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Bei russischen Luftangriffen auf ukrainische Industriezentren im Südosten des Landes sind mindestens vier Menschen getötet worden. Zudem fiel im Norden der Ukraine nach Angriffen auf die Energieinfrastruktur für fast 100.000 Menschen der Strom aus, wie Behörden am Dienstag mitteilten. Die russischen Streitkräfte griffen demnach in der Nacht zeitgleich Industriebetriebe in den Städten Dnipro, Krywyj Rih und Pawlohrad in der Region Dnipropetrowsk an.

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Der Gouverneur der Region, Olexandr Hanscha, erklärte im Onlinedienst Telegram, in Dnipro seien ein Unternehmen und Lagerhallen schwer beschädigt worden. Sechs Menschen seien dort verletzt worden.

Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe setzte Russland bei den Angriffen Oniks-Seezielflugkörper, ballistische Raketen, vier Marschflugkörper sowie 212 Drohnen ein. Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, die Angriffe hätten Industrie-und Militäranlagen gegolten, darunter solchen des Energie- und Treibstoffsektors sowie der Hafeninfrastruktur. Auch in der Region Poltawa im Zentrum des Landes wurde ein Industriebetrieb getroffen.

Dem russischen Verteidigungsministerium zufolge handelte es sich um eine Ölraffinerie in Krementschuk. Russland hat seine Luftangriffe auf wirtschaftliche Ziele wie Fabriken, Häfen und Logistikzentren zuletzt verstärkt, während die Frontkämpfe im seit Februar 2022 andauernden Krieg weitgehend stagnieren. Beide Seiten weisen den Vorwurf zurück, gezielt Zivilisten ins Visier zu nehmen.

Unterdessen meldete auch Russland ukrainische Drohnenangriffe. In der russischen Region Samara an der Wolga sei dabei ein Mensch getötet worden, vier weitere seien verletzt worden, teilte der dortige Gouverneur mit. In der Region befinden sich wichtige Ölraffinerien. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, die Luftabwehr habe in der Nacht insgesamt 297 ukrainische Drohnen über verschiedenen Regionen des Landes zerstört. Die Ukraine hat ihre Angriffe auf russisches Staatsgebiet zuletzt intensiviert und nimmt dabei vor allem Anlagen der Ölindustrie und Transportknotenpunkte ins Visier.

Der Kreml räumte unterdessen kritische Engpässe bei der Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten in der russisch-kontrollierten ukrainischen Stadt Oleschky ein. Das russische Militär arbeite an einer Lösung, teilte die Regierung in Moskau mit. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha wirft den russischen Truppen dagegen vor, humanitäre Hilfe zu blockieren und nicht auf Evakuierungsanfragen zu reagieren.

In der Stadt im Gebiet Cherson "sterben 6.000 Einwohner, darunter 200 Kinder, an Hunger und Kälte", sagt er in einem Video auf Facebook. Die ukrainische Delegation wolle das Thema bei der UNO-Vollversammlung in New York auf höchster Ebene ansprechen, um internationalen Druck auf Russland für einen humanitären Zugang auszuüben.

Russland versucht seit mehr als viereinhalb Jahren mit einer groß angelegten Invasion, die Ukraine zu unterwerfen. Diplomatische Bemühungen um ein Kriegsende haben noch kein Ergebnis gebracht. Sie sollen heute am Rande der UNO-Generaldebatte in New York fortgesetzt werden. Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj wird mit US-Präsident Donald Trump sprechen.

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