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Dieser hatte auf Soldaten geschossen. Die Schüsse seien in der Region Kiryat Shmona gefallen, erklärte die israelische Armee am Dienstag. Die Soldaten hätten "das Feuer erwidert und einen Terroristen ausgeschaltet". Ein Militärsprecher sagte, der Bewaffnete habe die Grenze vom Libanon aus überquert. Nähere Angaben machte der Sprecher nicht. Soldaten der israelischen Armee seien nicht verletzt worden.
Für Tyrus erteilte die israelische Armee kurz nach dem Angriff einen Fluchtaufruf für die gesamte Stadt. Aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es, rund um die Stadt käme es zu israelischem Beschuss.
Viele Bewohner von Tyrus ergriffen die Flucht. Rula Sultani sagte, sie und ihre Familie wollten nicht in zu Notunterkünften umfunktionierten Schulen übernachten, "also haben wir uns für den Strand entschieden". Familien mit Gepäck, Decken und Plastikstühlen strömten an den Strand, einige bauten Zelte auf. Andere fuhren in vollkommen beladenen Autos aus der Stadt, wie Augenzeugen berichteten. Auf den Straßen bildete sich Stau.
Das israelische Militär rief ausdrücklich auch die Bewohner und Verbliebenen in den christlichen Teilen der Stadt zur Flucht auf. Viele Menschen hatten dort in den vergangenen Tagen Zuflucht gesucht, nachdem die restlichen Teile der Stadt bereits immer wieder unter Beschuss standen. Christen im Libanon stehen der Hisbollah zum Teil ablehnend gegenüber. Das israelische Militär wirft der Hisbollah vor, sich in den Vierteln vor Angriffen zu verstecken.
Israel und der Libanon hatten sich vergangene Woche auf einen neuen Plan zur Umsetzung einer bisher unwirksamen Waffenruhe geeinigt. Die Vereinbarung sieht das Einstellen der gegenseitigen Angriffe vor, den Rückzug der Hisbollah bis hinter den Litani-Fluss, also etwa 30 Kilometer hinter die israelische Grenze, und eine Entwaffnung der Hisbollah vor. Ein Ende der Angriffe scheint nicht in Sicht.
Die vom Iran unterstützte Organisation hat den Bedingungen nicht zugestimmt. Auch Israel will den Beschuss gegen die Schiitenmiliz im Südlibanon nach eigenen Angaben fortsetzen. Es wertet allein die Präsenz von Hisbollah-Kämpfern im Gebiet südlich des Litani-Flusses als De-facto-Verstoß gegen die Waffenruhe. Das israelische Militär ist weiterhin mit Truppen im Libanon präsent und rückte zuletzt auch immer weiter vor.
Der Libanon war Anfang März in den Iran-Krieg hineingezogen worden. Als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Khamenei feuert die Hisbollah seither immer wieder Raketen auf Israel ab. Israel fliegt unterdessen Luftangriffe auf zahlreiche Ziele im Libanon und schickte Bodentruppen über die Grenze.






