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Israel fliegt laut Beirut Luftangriffe im Süden des Libanon

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Israels Armee ist libanesischen Staatsmedien zufolge am Mittwoch Luftangriffe auf mehrere Gebiete im Süden des Libanon geflogen. Wie die libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete, zielten die Angriffe auf die Region Nabatieh al-Fawqa und die östlichen Ausläufer der nahe gelegenen Stadt Kfar Tebnit. NNA meldete zudem einen israelischen Drohnenangriff in der Stadt Ansariyeh in der Region Sahrani. Israels Armee äußerte sich zunächst nicht dazu.

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Am Vortag hatte NNA vier Tote bei neuen israelischen Angriffen im Süden des Libanon gemeldet. Demnach zielten die israelischen Angriffe auf zwei Fahrzeuge im Ort Majfadun sowie ein weiteres im nahe gelegenen Shukin.

Israels Armee erklärte, sie habe mit ihren Angriffen am Dienstag auf erneuten Hisbollah-Raketenbeschuss reagiert. Demnach feuerte die vom Iran unterstützte Miliz am Dienstag Raketen auf israelische Soldaten im Süden des Libanon ab - trotz eines Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran über ein Ende des Iran-Krieges, das sich auch auf den Libanon erstreckt.

Die Einigung zwischen den USA und dem Iran war am Sonntag verkündet worden. Das Rahmenabkommen sieht unter anderem eine sofortige Waffenruhe in der gesamten Region vor. Vorgesehen ist zudem eine Phase von 60 Tagen, in der Washington und Teheran ein abschließendes Friedensabkommen ausarbeiten wollen. Dabei soll es auch um die heikle Frage des iranischen Atomprogramms gehen. Einzelheiten waren zunächst aber unklar.

Israels Regierung hatte nach Bekanntwerden der US-iranischen Rahmenvereinbarung erklärt, sie werde "beim Schutz unserer Bürger keine Kompromisse eingehen". Die Hisbollah hat eine zuvor zwischen Israel und dem Libanon vereinbarte Waffenruhe nie anerkannt. Auch ihre Entwaffnung durch Beirut lehnt die Miliz ab.

Der Iran drohte Israel nach den Angriffen mit vier Toten vom Dienstag mit einer "harten Reaktion". Wenn die israelische Armee "ihre Aggression im Süden des Libanon nicht einstellt, muss sie mit einer harten Reaktion der mächtigen Streitkräfte der Islamischen Republik Iran rechnen", hieß es in einer am Dienstag im Fernsehen ausgestrahlten Erklärung des Zentralkommandos der iranischen Armee.

Die Hisbollah ist Teil der vom Iran angeführten "Achse des Widerstands", deren erklärtes Ziel die Vernichtung Israels ist. Außer der Miliz im Libanon gehören dazu pro-iranische Milizen im Irak, die Houthis im Jemen und die islamistische Hamas im Gazastreifen, die mit ihrem Angriff auf Israel am 7. Oktober 2023 den Gaza-Krieg ausgelöst hatte.

US-Präsident Donald Trump übte auf dem G7-Gipfel in Frankreich ungewöhnlich offene Kritik am militärischen Vorgehen Israels gegen die Hisbollah-Miliz. "Man muss nicht jedes Mal ein Wohnhaus zerstören, nur weil man jemanden sucht", sagte Trump. In diesen Gebäuden seien viele Menschen, von denen nicht alle zur Hisbollah gehörten.

In der Nacht auf Montag hatten die USA und der Iran die Einigung auf ein Rahmenabkommen für eine Beendigung des Iran-Krieges bekannt gegeben. Das Abkommen sieht eine sofortige Waffenruhe in der gesamten Region vor - auch im Libanon. Offiziell unterzeichnet werden soll es am Freitag in der Schweiz.

Die vom Iran unterstützte Hisbollah hatte den Libanon mit Angriffen auf Israel in den Iran-Krieg hineingezogen. Israel reagierte mit Luftangriffen auf zahlreiche Ziele im Libanon und schickte Bodentruppen über die Grenze.

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